Neukirchener Erziehungsverein: Wie neue Medien die Arbeit verändern

Neukirchener Erziehungsverein : Wie neue Medien die Arbeit verändern

Der Erziehungsverein hatte zum Neujahrsempfang geladen. Das Thema Digitalisierung stand im Mittelpunkt.

Über ein volles Haus konnte sich der Neukirchener Erziehungsverein bei seinem Neujahrsempfang in der Aula des Berufskollegs freuen. Zu Beginn des Kirchenjahres wird traditionell allen gedankt, die eine erfolgreiche Arbeit ermöglichen. Bei Musik und einem Glas Sekt werden alte Bekanntschaften erneuert und neue Kontakte geknüpft.

Nach der Begrüßung durch den Präses Siegmund Ehrmann betonte Direktor Hans-Wilhelm Fricke-Hein in seiner Rede, dass es heute mehr denn ja darauf ankomme, Haltung zu beweisen. Er sei dankbar für alle, die in unserer Gesellschaft Mitmenschlichkeit leben. Bürgermeister Harald Lenßen dankte in seinem Grußwort dem Engagement des Erziehungsvereins und der guten Zusammenarbeit mit der Stadt. Ein Vorbild sei der EV in punkto Nachhaltigkeit. So seien die Mitarbeiter mit ihrem „Team Pelikan“ bei der Aktion „Stadtradeln“ auf dem zweiten Platz gelandet und hätten so gezeigt, dass sie aktiv das Klima schützen.

Informativ war der Vortrag von Gerhard Vowe, Professor für Kommunikation und Medienwirtschaft an der Universität Düsseldorf. Im Schnelldurchlauf und illustriert mit Grafiken und Fotos illustrierte er die Geschichte der Digitalisierung. Den Zuhörern wurde leicht schwindelig, als der beredte Professor präsentierte, wie die Online-Kommunikation in den letzten fünf Jahren unsere Welt verändert habe.

„So schnell hat sich die Welt noch nie gedreht“, sagte Vowe und wies darauf hin, dass wir auf unseren Handys gleichzeitig und nebeneinander über Kanäle verfügten, die früher streng getrennt waren: Die Massenmedien, die institutionelle und die persönliche und die Gruppen-Kommunikation seien auf den Geräten zusammengerückt. Individueller und zugleich globaler sei die Kommunikation geworden. Dies berge Chancen und Risiken, gerade für die Politik und die demokratische Gesellschaft. Mitwirkungsmöglichkeiten für den Einzelnen seien einfacher, aber andererseits die Tendenz zur Polarisierung und das Risiko für Fremdkontrolle größer geworden.

Auch der Erziehungsverein sei, so betonten sowohl Ehrmann als auch Fricke-Hein, in den vergangenen Jahren diesen strukturellen Veränderungen ausgesetzt. Es komme darauf an, die neuen Medien aktiv mitzugestalten anstatt sie nur schwarz-weiß zu sehen. Mit dem neuen Imagefilm für die Homepage, der aus Anlass des 175. Bestehens im nächsten Jahr entstanden ist, wurde dies unmittelbar bewiesen.