Neukirchen-Vluynerin veranstaltet Kochkurse im „Genend 21“

Ernährung in Neukirchen-Vluyn : Kochfreude im „Genend 21“

Seit sechs Jahren leitet Ursula Brandhoff die Kochabende im „Genend 21“ in Neukirchen-Vluyn auf ihrer liebevoll restaurierten Hofanlage.

Geburtstagsaktionen, Weihnachtsfeiern oder Junggesellenabschiede – das und vieles mehr bietet Ursula Brandhoff im „Genend 21“ an. In Gruppen ab zehn bis maximal achtzehn Teilnehmer kann man bei ihr, auf der Merbisstraße 21 in Neukirchen-Vluyn, einen entspannten Kochabend genießen. Nach Absprache kann an jedem gewünschten Termin gekocht werden. Unverträglichkeiten oder besondere Wünsche werden bei der Wahl der Rezepte berücksichtigt. Kochanfänger, wie auch Fortgeschrittenen Köche, sind hier gut aufgehoben und können Neues dazu lernen, so Brandhoff.

Der Esstisch wird für die Kursteilnehmer vorher hübsch gedeckt. Foto: Michelle Abts

„Seit Mai 2013 veranstalte ich die Kochabende mit viel Freude“, sagt Brandhoff. Kocherfahrungen sammelt sie schon seit mehreren Jahren im Familienbetrieb einer Rossschlachterei. Ihrem Sohn, der den Betrieb leitet, hilft sie in der Küche und auf dem Markt aus. Um die Metzgerei zu erweitern, wurde eine große Wurstküche gebaut, aber nicht genutzt. Sie diente als Abstelllager und Freizeitraum, erklärt Brandhoff. „Mein Sohn und seine Freunde organisierten immer wieder Kochabende füreinander. Da kam ich auf die Idee, aus der leerstehenden Wurstküche, einen Kochbereich für größere Gruppen zu machen. Meine Idee wurde oft als unrealistisch bezeichnet“, erklärt Brandhoff. Mit Hilfe einer ausgebildeten Ökotrophologin begann die Idee, Wirklichkeit zu werden. Am Anfang machte Brandhoff viel Werbung für das „Genend 21“. Doch besonders durch die sehr guten Bewertungen der Teilnehmer bekam sie immer mehr Anfragen für die Kochabende. „Eine Gruppe nahm sogar 17 mal teil. Die ausgewählten Rezepte werden auch gerne zu Hause – besonders an Feiertagen – nach gekocht. Danach bekomme ich oft Rückmeldungen, dass auch Freunde und Familie von den Rezepten begeistert waren“, sagt Ursula Brandhoff.

Morgens fängt der Tag für die Köchin schon früh an: Die Zutaten müssen eingekauft und an den Kochplätzen verteilt werden. „Die Tischdekoration bereite ich selbst vor. Sie kann auch das Thema des Abends wieder spiegeln“, sagt Brandhoff. In ihrer großen Kochbuchsammlung findet die Köchin immer neue anregende Rezepte für die gewünschten Anlässe. Der Abend beginnt mit einer Vorstellungsrunde, in der Regel um 18 Uhr. Hier darf ein traditionelles Glas Fisternölleken – ein niederrheinischer Schnaps mit Zucker und Rosinen – nicht fehlen. Die Teilnehmer können nach Interesse auswählen, welche Aufgaben sie beim Kochen übernehmen wollen. Die Zubereitung des Vier-Gänge-Menüs wird so angepasst, dass pro Gang immer 30 bis 45 Minuten an einer großen Tafel zusammen gegessen wird. „Nicht immer gelingt jedes Gericht wie geplant. Aber auch dafür findet man eine Lösung: Die Teilnehmer werden kreativ und zusammen schafft man dann schon mal etwas Neues. Hauptsache alle haben Spaß“, verspricht Brandhoff.

Zusätzlich leitet die Freizeitköchin in den vergangenen Monaten eine Koch-AG an der Europaschule Moers. Jeden Mittwoch freuten sich die Schüler auf neue leckere Gerichte, die sie selbst zubereiten durften.

Die vielen Erlebnisse an den Kochabenden bleiben durch die Fotos in Brandhoffs Gästebuch in Erinnerung. „Der Kochabend ist eine gute Alternative zum klassischen Essengehen. Man kreiert gemeinsam ein leckeres Gericht in familiärer und harmonischer Stimmung. Im Mittelpunkt steht bei uns der Spaß am Kochen“, sagt Ursula Brandhoff.

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