Neukirchen-Vluyn: Trox-Stiftung zeichnet junge Forscher aus

Wirtschaft in Neukirchen-Vluyn : Trox-Stiftung zeichnet junge Forscher aus

So kommt das neue in die Welt: Herausragende Abschlussarbeiten angehender Klima- und Lüftungsexperten bekamen nun Förderpreise.

Die Heinz-Trox-Stiftung fördert seit 2018 mit 500.000 Euro, verteilt über fünf Jahre, Fachhochschulen in Deutschland. Die Gelder kommen Instituten zu Gute, die sich mit Fragen der Klima- und Lüftungstechnik beschäftigen. Zusätzlich prämiert die Stiftung besondere Abschlussarbeiten mit Preisen von jeweils 3333 Euro. Diese wurden jetzt im Rahmen einer Feierstunde von Professor Hans Fleisch, dem Vorsitzenden des Stiftungsrates der Heinz-Trox-Stiftung, und Paul Schwarz, dem Vorsitzenden des Stiftungsvorstands, erstmals auf der ISH-Messe in Frankfurt am Main verliehen.

Und das sind die Preisträger: Erik Alves von der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen, wurde ein Preis für seine Abschlussarbeit mit dem Titel „Orthogonal gestellte Rotationswärmeüberträger in RLT-Anlagen“ überreicht. Alves hat sich mit Rotationswärmeüberträgern beschäftigt. Üblicherweise strömt die Luft dabei durch eine senkrecht stehende Drehscheibe. Alves hat sie um 90 Grad gedreht, so dass die Luft jetzt um die Ecke strömen muss. Alves konnte beweisen, dass so eine größere Anströmfläche verwirklicht wird, der Wirkungsgrad steigt und der Druckverlust gemindert wird.

Lucas Schiffhauer von der Hochschule Esslingen betrachtete das Thema „Raumlufttechnische Geräte und Erdwärme“. Ergebnis: Wenn Erdwärme über einen Solekreislauf angezapft wird, entsteht bis zu 24 Prozent weniger Kohlendioxid und die Anlage läuft effizienter.

Paul Freund von der Beuth Hochschule für Technik Berlin betrachtete unterschiedliche Frostschutzstrategien im Lüftungsbereich und rät dazu, deutlich später mit Frostschutz zu beginnen als bisher.

„Alle drei Abschlussarbeiten haben einen direkten praktischen Bezug und zeigen sehr interessante Forschungsansätze auf, die für die gesamte Branche bedeutsam sind“, sagte Professor Dirk Müller von der RWTH Aachen, Institutsleiter am E.ON ERC, sowie Geschäftsführer der Heinz Trox Wissenschafts gGmbH und Mitglied der Preisjury.

Das Gesamtfördervolumen der Heinz-Trox-Stiftung betrug bis zum 31. Dezember 2018 nach eigenen Angaben insgesamt rund 4,4 Millionen Euro. Der Förderungsschwerpunkt Wissenschaft und Forschung wurde mit 3,1 Millionen Euro bedacht, für soziale und kulturelle Zwecke wurden 1,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

(RP)