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Neukirchen-Vluyn: Tödlicher Unfall wurde aufwendig nachgestellt

Staatsanwaltschaft ermittelt : Straßensperrung: Rekonstruktion des tödlichen Unfalls

Zur Klärung der Unfallursache wurde am Montagabend der tödliche Unfall vom 29. Januar an der Auffahrt zur A57 aufwendig rekonstruiert.

Um ein lichttechnisches Gutachten erstellen zu können, wurde im Auftrag der Staatsanwaltschaft am Montagabend (22. Februar) der Unfall vom 29. Januar an der Geldernsche Straße aufwendig rekonstruiert. Bei dem Unfall vor gut drei Wochen wurde eine 23 Jahre alte Fahrradfahrerin an der Auffahrt zur A57 von einem Auto erfasst, als der Fahrer eines Pkw auf die Autobahn nach rechts abbiegen wollte. Die Radfahrerin erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Für die Rekonstruktion des tödlichen Unfalls wurde die Strecke ab 18 Uhr für zwei Stunden von der Polizei voll gesperrt. Auch die Feuerwehr rückte mit mehreren Fahrzeugen an. Hintergrund: Um die gleichen Bedingungen wie am Unfallabend zu schaffen, musste die Straße auf 300 Metern nass gemacht werden, da es am 29. Januar zum Unfallzeitpunkt geregnet hatte.  Das Originalfahrrad des Unfallopfers wurde ebenso zum Unfallort gebracht wie ein baugleiches Pkw-Modell des beteiligten Autofahrers. Das Fahrrad wurde von einer Mitarbeiterin des Sachverständigenbüros Lehmkuhl aus Goch gefahren. Dazu trug sie die gleiche Kleidung wie seinerzeit das Unfallopfer. Auf der Straße wurden zahlreiche Markierungen angebracht. Mit mehreren Kameras wurde der Unfallhergang aufgenommen. So soll unter anderem festgestellt werden, zu welchem Zeitpunkt der Autofahrer die Radfahrerin hätte sehen müssen. Auch die Staatsanwaltschaft und der zuständige Gerichtsmediziner nahmen an der Rekonstruktion teil. Die Ermittlungen laufen noch, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag auf Nachfrage mitteilte. Die Erstellung des Gutachtens könne bis zu zwei Monate in Anspruch nehmen.