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Neukirchen-Vluyn: SPD-Fraktion fordert in Corona-Krise Hilfsfonds 

Politik in Neukirchen-Vluyn : SPD-Fraktion fordert in Corona-Krise Hilfsfonds

Die Berücksichtigung von sozial oder wirtschaftlich benachteiligten Menschen kommt der SPD in Neukirchen-Vluyn zu kurz.

„Die andauernde Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen beeinträchtigen die heimische Wirtschaft in Neukirchen-Vluyn“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzende Elke Buttkereit. Viele Gelder seien bereits zur Unterstützung der Wirtschaft, der Gewerbetreibenden und Selbstständigen zur Verfügung oder in Aussicht gestellt worden. Ein Beispiel sei die Aktion des Sponsorenkreises und des Werberings als Unterstützung heimischer Händler für deren Online-Auftritt. „Das ist sehr gut und wichtig“, so Buttkereit. „Aber die Berücksichtigung sozial oder wirtschaftlich benachteiligter Menschen kommt uns zu kurz. Nicht alle von ihnen erhalten eine finanzielle Unterstützung.“ So fielen zum Beispiel 450-Euro-Kräfte nicht unter die Regelungen des Kurzarbeitergeldes, sondern müssten tatsächlich ohne Einkommen zu Hause bleiben, wenn sie ihrem Job derzeit nicht nachkommen könnten.

Die Neukirchen-Vluyner SPD fordert daher, dass die Stadt einen Hilfsfonds in Höhe von 50.000 Euro einrichtet, um in Not geratene Bürger zu unterstützen. Der Antrag für den Rat soll als Dringlichkeitsbeschluss gefasst werden. „Die beantragte Hilfe ist kurzfristig zu gewähren. Die Dringlichkeit ergibt sich aus der Situation, denn die Bürgerinnen und Bürger, die finanzielle Hilfe benötigen, brauchen diese jetzt“, erklärt Elke Buttkereit. Die SPD möchte damit Familien, alleinerziehende Elternteile, Kinder oder Studenten unterstützen. „Weil Kinder derzeit nicht zur Schule gehen können, müssen unter Umständen Einkommenseinbußen kompensiert werden. Vielleicht fallen auch höhere Kosten an, weil Schulaufgaben am heimischen Drucker ausgedruckt werden müssen oder sogar elektronische Endgeräte angeschafft werden, damit der Online-Schulbetrieb zu Hause überhaupt möglich ist“, sagt Buttkereit.

Dazu kämen subventionierte Mittagessen in den Schulen oder Betreuungseinrichtungen, die nun in Gänze aus dem Familienetat bezahlt werden müssten. Bei Studenten entfielen eventuell Aushilfs- oder Nebenjobs, die Studiengebühren müssten allerdings weiterbezahlt werden. Ein Hilfsantrag soll bei der Stadt gestellt werden können, die die Gelder entsprechend verteilen solle. „Das muss unbürokratisch erfolgen“, so die Fraktionsvorsitzende.