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Neukirchen-Vluyn: Repair-Café richtet sich in der Bücherei ein.

Umzug aus dem Projektzimmer : Repair-Café richtet sich in der Bücherei ein

Das Tuwas-Team bietet jetzt in der Stadtbücherei ihre Reparaturdienste an. Der neue barrierefreie Multifunktionsraum erweist sich als ideal, so die ersten Erfahrungen der ehrenamtlichen „Schrauber“.

Das Repair-Café ist im Dorf Neukirchen umgezogen. Vom Projektzimmer, Höhe Rossmann, ging es in die Stadtbücherei, nur einige Hausnummern weiter. Die kompetente Mannschaft der Tuwas-Genossenschaft hatte am Donnerstag schon ihren ersten Einsatz. Der neu eingerichtete barrierefreie Multifunktionsraum wird seiner Bestimmung gerecht und ist das Projektzimmer in der Stadtbücherei. Zufriedenheit macht sich breit, „weil wir wesentlich mehr Platz haben und an drei Tischen arbeiten können“, sagt Horst Maja von der Tuwas Genossenschaft.

An der alten Adresse trifft sich weiterhin die Dorfmasche. Verschiedenste Veranstaltungs- und Projektformate haben in der Vergangenheit dazu beigetragen, den Standort zu etablieren. „Unser Ziel ist, dieses Ladenlokal in 1a-Lage zwischen Rossmann und Edeka an den Einzelhandel zu vermieten“, sagt Wirtschaftsförderin Ulrike Reichelt. Als erste Umzugsüberlegungen im Raum standen, hat sich die Tuwas-Mannschaft für die Stadtbücherei entschieden. Zwar stand noch ein weiterer Standort zur Auswahl, „aber in der Stadtbücherei erleben wir tatsächlich eine Win-win-Situation. Wir wollten so früh wie möglich uns am neuen Standort einrichten“, so Manja.

Im Keller haben die „Schrauber“ einen Schrank für ihre Utensilien, die sie nun nicht mehr mit nach Hause nehmen müssen. Die Online-Recherche in Sachen Ersatzteil kann direkt vor Ort erledigt werden. „Der Raum hat eine gemütliche Kaffee-Ecke für diejenigen, die auf die Reparatur warten. Sie können sich mit anderen unterhalten“, so Manja, der weiß, wie wichtig der Aspekt der Kommunikation im Repair-Café ist.

Für Bücherei-Leiterin Gisela Zwiener-Busch stellt das Repair-Café eine Bereicherung zum eigenen Veranstaltungsprogramm und für den Standort dar. „Einfach optimal, diese Vernetzung“, sagt sie. Besucher des Repair-Cafés nutzen den Aufenthalt, um zu stöbern. Beispielsweise bei den neuen Büchern, der Spielesammlung oder in der Bücherei der Dinge, wo Gebrauchsgegenstände entliehen werden können, angefangen von der Buttonmaschine bis zum Lenkdrachen. Die Ausleihzahlen belegen, auch diese Abteilung kommt an und „wird durch Neuanschaffungen noch erweitert“, sagt Zwiener-Busch zum Projekt im Rahmen der Initiative „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Es ist zugleich auch eines der Bindeglieder, wie Manja betont. „Mit unserem Repair-Café setzen wir auf Nachhaltigkeit und den Klimaschutz. Schon deshalb passen wir mit unserem Angebot so gut zur Stadt. Allein im letzten Jahr konnten von 600 gebrachten Gegenständen nur 250 nicht repariert werden. Sie waren richtig kaputt und nicht mehr zu retten“, so Manja zur Bilanz 2019. „Was wir jetzt noch suchen, sind weitere Schrauber für unser Team.“