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Neukirchen-Vluyn: Neuer Kunstrasenplatz soll im Mai fertig sein

Sport in Neukirchen-Vluyn : Neuer Kunstrasenplatz soll im Mai fertig sein

Bauarbeiten an der Schulsportanlage haben begonnen. 2020 folgt die zentrale Fußballanlage mit zwei weiteren Plätzen.

Mit vier Jahren Verspätung haben die Bauarbeiten für den dritten Abschnitt der Sportanlage am Schulzentrum begonnen. Voraussichtlich bis Mai wird ein Kunstrasen-Fußballplatz entstehen, der mit einer Größe von 100,5 mal 67 Metern dem „Wettkampf-Format“ des DFB entspreche, erklärte Bürgermeister Harald Lenßen am Dienstag. So können und sollen auf dem neuen Platz künftig auch Meisterschaftsspiele stattfinden. Eine Flutlichtanlage wird Spiele und Trainingseinheiten auch bei Dunkelheit ermöglichen. Die Stadt investiert 1,15 Millionen Euro. Der Auftrag für die Erdarbeiten ist an die Firma Niehaus Garten- und Landschaftsbau aus Borken gegangen. Die Ausschreibung sei langwierig gewesen, sagte der Bürgermeister. Aufgrund des allgemeinen Baubooms sei es schwer, geeignete Unternehmen zu angemessenen Konditionen zu finden.

Lenßen nahm zusammen mit Vertretern der Schulen, der Stadtverwaltung und des Stadtsportverbandes den offiziellen „Ersten Spatenstich“ für das neue Spielfeld vor. Die bereits bestehenden Sportanlagen am Schulzentrum – unter anderem ein Spielfeld für Basketball und Handball sowie Hockey und ein Kleinkuntsrasenfeld für Fußball – erfreuten sich einer „enorm hohen Nutzung“, sagte Lenßen. Auch der neue Kunstrasenplatz solle Schulen, Sportvereinen und der Öffentlichkeit dienen. Der Bau sollte ursprünglich bereits 2014 starten, sei aber aufgrund der Planung der Bauarbeiten am Schulzentrum zurückgestellt worden. „Die Baustellenverkehre wären kollidiert“, sagte Lenßen.

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Der weitere Ausbau der Sportanlagen nach Fertigstellung des neuen Spielfelds ist bereits beschlossene Sache: Weiter östlich wird die zentrale Fußballanlage mit zwei weiteren Kunstrasenplätzen sowie einem Funktionsgebäude mit Umkleiden und weiteren Räumen entstehen. Voraussichtlich 2020 werden die Bauarbeiten für das 5,5 Millionen Euro teure Projekt beginnen. Die Stadt kann dabei auf rund 2,7 Millionen Euro Fördermittel zugreifen. Zudem fließen Mittel aus dem Grundstücksverkauf der alten Anlage der TuS Preußen Vluyn an der Sittermannstraße in die Finanzierung.

Auf Kunstrasen setzt man in Neukirchen-Vluyn, weil dieser auch in der kalten Jahreszeit durchgängig bespielbar ist. Dank der Investitionen bleibe die Stadt konkurrenzfähig, sagte Lenßen. Er habe früher selbst Fußball gespielt und erlebt, dass Spieler, die auf „runtergewirtschafteten“ Plätzen kicken mussten, den Verein gewechselt hätten. Dazu werden Fußballer aus Neukirchen-Vluyn künftig keinen Grund mehr haben.

„Die Stadt kann stolz sein“, lobte Susanne Marten-Cleef, Leiterin des Julius-Stursberg-Gymnasiums. „Haben Sie das gehört?“, fragte Lenßen in Richtung Presse. Haben wir.