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Neukirchen-Vluyn: FDP möchte Fachhandel wieder öffnen lassen

Politik in Neukirchen-Vluyn : FDP-Stadtverband fordert Öffnung des Fachhandels

Die Neukirchen-Vluyner FDP sieht grundsätzlich die Notwendigkeit einer Fortsetzung des strengen Lockdowns, fordert jedoch eine Differenzierung unter Berücksichtigung der regional sehr unterschiedlichen Infektionszahlen.

„Die Zahlen im Kreis Wesel sind vergleichsweise niedrig im Gegensatz zu Teilen in Ostdeutschland“, so der FDP-Vorsitzende Christian Sluiters. Die neuen noch schärferen Regeln seien hingegen unverhältnismäßig.

 Unverständlich und unverhältnismäßig sei, dass der gesamte Fachhandel schließen müsse, während die Supermärkte und Discounter neben Lebensmitteln auch Kleidung, Fahrräder, Haushaltsgeräte, Spielzeug, Elektronik und Autozubehör anbieten könnten. Diese Ungleichbehandlung sei aus Sicht des FDP-Stadtverbands ungerecht und logisch nicht nachvollziehbar.

 Vor dem Lockdown habe der Fachhandel mit konsequenten Maßnahmen wie beispielsweise strenge Kontrolle der Kundenanzahl, Markierung der Laufwege, Desinfektionsgeräte, Plexiglaswände und mehr bewiesen, dass der Geschäftsbetrieb unter weitestgehender Minimierung der Infektionsgefahr möglich sei.

 „Im Interesse der Gleichbehandlung fordern wir Freidemokraten nachdrücklich, dass der Fachhandel unter Einhaltung der Hygieneregeln wieder öffnen darf. Es gibt keine Hinweise auf eine erhöhte Infektionsgefahr im Fachhandel“, betont der FDP-Vorsitzende Christian Sluiters.

 Wenn im Fachhandel die gleichen Maßnahmen wie bereits im ersten Lockdown angewandt werden würden, sei die Infektionsgefahr wesentlich geringer als in einem Supermarkt, weil die Kundenfrequenz in den Fachgeschäften deutlich niedriger ausfallen würde und auch leichter gesteuert werden könnte. „Je länger der Fachhandel geschlossen bleibt, desto höher ist die Gefahr, dass sich das Einkaufsverhalten der Menschen dauerhaft auf den Internethandel verlagert und manche lokale Geschäfte den Lockdown nicht überleben,“ befürchtet Christian Sluiters.