1. NRW
  2. Städte
  3. Neukirchen-Vluyn

Neukirchen-Vluyn: Die Telekom baut das Breitbandnetzt aus

Breitbandausbau in Neukirchen-Vluyn : Nächster Schritt in die Zukunft

Die Deutsche Telekom baut nun auch das Breitbandnetz in Neukirchen-Vluyn aus. Davon profitieren neben Haushalte und Unternehmen und auch die Schulen der Stadt.

Homeoffice, Homeschooling oder Internet-Streaming – in den letzten Monaten hat sich der Alltag vieler Menschen auch am Niederrhein verändert. Wer hier nicht abgehängt sein will, der benötigt schnelle und stabile Internetverbindungen.

Auf die warten bundesweit viele Bürgerinnen und Bürger gerade in ländlichen Gebieten sehnsüchtig. In der Wir4-Region der Städte Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg verschwinden die sogenannten weißen Flecken mit Übertragungsraten unter 30 Megabit zusehends.

Seit Herbst läuft hier der mit rund 29 Millionen Euro durch den Bund und das Land Nordrhein-Westfalen geförderte Ausbau des Breitbandnetzes auf Hochtouren. Bis 2023 wird die hierzu beauftragte Deutsche Telekom die meisten der förderfähigen rund 4000 Haushalte, 300 Unternehmen und 66 Schulstandorte an die Datenautobahn anschließen. Martin Philipp, Leiter des zuständigen Bereiches bei der Technik der Deutschen Telekom, zeigte sich bei einem Ortstermin mit Stefan Krämer, dem Vorstandsvorsitzenden der den Ausbau für die vier Städte koordinierenden Enni Stadt & Service Niederrhein und Bürgermeister Ralf Köpke in der Luiter Straße 23 in Neukirchen-Vluyn zuversichtlich, dass dies auch gelingt.

Seit März arbeitet die Deutsche Telekom hier bereits im dritten von insgesamt neun Ausbauclustern. „Wir kommen trotz des zwischenzeitlichen Wintereinbruchs gut voran“, resümiert Martin Philipp die ersten Monate. „Natürlich ist der Start in Neukirchen-Vluyn für unsere Stadt zukunftsweisend“, so Bürgermeister Ralf Köpke. Dies zeige auch das mit knapp 85 Prozent sehr hohe Interesse der Bürgerinnen und Bürger an den derzeit kostenlosen Netzanschlüssen. Auch für die elf Schulen seien hohe Bandbreiten die Basis für einen funktionierenden Schulbetrieb. So dankte Köpke neben der Telekom auch Stefan Krämer, dass der Ausbau nun in seiner Stadt laufe. „Enni vertritt die Kommunen im aufwändigen Förderverfahren und übernimmt mit der Erfahrung im Breitbandgeschäft eine wichtige koordinierende Rolle, die wir allein nur schwer hätten stemmen können.“

Im Herbst hatte die Deutsche Telekom mit dem Ausbau der Wir4-Region begonnen. Der Ausbauplan sieht vor, dass sich das Unternehmen vom Moerser Süden aus sukzessive nach Norden bis zu den Rheinberger Ortsteilen Borth und Wallach vorarbeitet. Bis zum Frühjahr 2023 wird die Deutsche Telekom rund 880 Kilometer Glasfaserkabel in der FTTH-Technologie (Fiber To The Home) bis in die Häuser verlegen. Das sichert Übertragungsraten von bis zu 1000 Megabit. In Moers sind die Arbeiten in Kapellen, Holderberg und Vennikel bereits weit fortgeschritten. „Hier sind rund 70 Prozent der insgesamt 565 potentiellen Gebäude schon an das Breitbandnetz angeschlossen“, so Philipp. „Insgesamt ist das Interesse schon jetzt deutlich über den Erfahrungen in anderen Kommunen des Kreises Wesel“, berichtet Stefan Krämer. So hätten sich über das gesamte Ausbaugebiet bereits rund 80 Prozent aller Eigentümer für das Breitband entschieden. „Ich kann nur empfehlen, sich noch schnell bei der Telekom zu melden und so die Kosten von rund 800 Euro zu sparen.“

Die Deutsche Telekom wird nun bis Juli 2022 in den Neukirchen-Vluyner Ausbaugebieten rund 40 Kilometer im Tiefbau arbeiten, über 40 Verteilerschränke aufbauen und bis zu 500 Gebäude an das Breitbandnetz anschließen. In den ersten Bereichen von Kamp-Lintfort und Rheinberg geht es dann parallel voraussichtlich ab April los.