Neukirchen-Vluyn: Dem JSG-Geist auf der Spur

Info-Tag am Gymnasium : Dem JSG-Geist auf der Spur

Eine Schnuppereinheit für angehende Fünftklässler am Julius-Stursberg-Gymnaisum stand am Samstag in Neukirchen-Vluyn auf dem Programm. Wir waren dabei.

Einen warmen Empfang bereitete die Schulgemeinschaft des Julius-Stursberg-Gymnasiums (JSG) angehenden Fünftklässlern und ihren Eltern. Das erklärte Ziel des Kollegiums und verschiedener Shülergruppen bis hin zur Schülervertetung (SV) erfüllte sich bereits beim Betreten des Gebäudes: Ein volles Programm erwartete die Besucher.

Schon am Mittwoch informierten sich die Eltern der Noch-Grundschulkinder. Geklärt ist die Rückkehr zum G9-Modell, das 70-Minuten-Stundenraster, das Drehtürmodell zur Förderung leistungsstarker Schüler sowie verschiedene Förderangebote. Weitere Fragen drehten sich um das Schulleben, die Umstellung von der behütenden Grundschule auf das große Gebäude der weiterführenden Schule, die Fördermöglichkeiten bei Kindern mit Lese-Rechtschreibschwäche oder die Stärkung von eher zurückhaltenden Kindern im Unterricht.

„Das ist unsere Aufgabe, den Kindern einen guten Lauf an unserer Schule zu ermöglichen und ihre Persönlichkeit zu stärken. Wir sind stolz, dass jeder seine Nische findet. Wir sind keine Lernfabrik“, sagte Schulleiterin Susanne Marten-Cleef. Die Wiederholerquote sei aufgrund der verschiedenen Förderangebote mit den TÜFF-Stunden (Kürzel für trainieren, üben, fördern und fordern) gering.

Der Schnuppertag am Samstag diente dazu, Gäste den familiär geprägten „Spirit am JSG“ spüren zu lassen. „Wir wollen mit vier Klassen nach den Sommerferien starten und rechnen mit rund 100 Anmeldungen. Derzeit haben wir es mit den geburtsschwächeren Jahrgängen zu tun. In den nächsten Jahren sieht es wieder anders aus aus“, so Marten-Cleef.

Für Lena (9), die mit ihren Eltern Melanie und Thomas Schrödter zur Schnuppereinheit kam, war es ein spannender Vormittag. „Unsere Fragen wurden schon beim Info-Abend beantwortet“, so Melanie Schrödter. Die Entscheidung für das JSG fiel, „weil uns das Schulangebot gefällt, der Gemeinschaftsgedanke gelebt wird“, so Lenas Eltern. Die Neunjährige freut sich besonders auf Angebote wie Musik und Theater. Die Mensa nutzten die verschiedenen JSG-Gruppen zur Präsentation ihrer Aktionen, wie die Patenschaft über die Erasmus-plus-Patenschaft mit Estland. Besucherfragen richteten sich auch an die SV, ihre Aufgaben im Schulalltag und ihr Mitspracherecht. „Eltern fragen nach unseren Schulerfahrungen, äußern ihre Erwartungen. Sie machen sich sehr viele Gedanken“, sagten Betül Mamudi (18) und Philip Stenhorst (16).

Zum Erlebnis wurde für die jungen Gäste der Fachunterricht wie Physik. Sie lernten das Gebäude kennen, nutzten weitere Angebote. „Wir geben dafür die Flyer mit Laufkarte aus“, erklärten die Sechstklässler Bela Braun und Timon Rink. Als einen sehr lebendigen Tag beschrieb Katrin Chahem, Vorstand des Fördervereins, die größte Schulveranstaltung im Jahr. Der Förderverein nutzte den Tag zur Übergabe von verschiedenen Bildern, die die Wände zum neuen naturwissenschaftlichen Trakt schmücken. „Wir konnten das Material aus dem Erlös unseres Adventskalenders anschaffen“, so Katrin Chahem.

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