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Neukirchen-Vluyn: CDU sieht Beratungsbedarf in Sachen Marktstandort

Marktstandort in Neukirchen : „Entscheidung durch die Hintertür“

Die CDU-Fraktion sieht sich durch die Verwaltung in Sachen Marktstandort in Neukirchen überrumpelt und meldet Beratungsbedarf. Am kommenden Mittwoch berät der Haupt- und Finanzausschuss die Angelegenheit.

Wenn am Mittwoch, 1. Dezember, der Haupt- und Finanzausschuss tagt, steht unter anderem die Änderung der Festsetzung der Wochenmärkte auf der Tagesordnung. Die bislang geltende Festsetzung vom 11. April 2001 sei auf die neuen Gegebenheiten in Bezug auf den Standort des Wochenmarktes im Ortsteil Neukirchen anzupassen, heißt es in der Vorlage. Der Wochenmarkt im Ortsteil Neukirchen ist noch auf den Standort „Dorf Neukirchen“ festgesetzt. Die Verlagerung des Wochenmarktes auf den Grafschafter Platz ist im Zuge der Ortskernsanierung im Dorf Neukirchen vorgenommen worden. Die seit Jahren schwelende Entscheidung zum Standort des Marktes „Dorf Neukirchen“ geht damit in die nächste Runde. „Der Politik in Neukirchen-Vluyn wird jetzt eine fragwürdige Vorlage im Hauptausschuss vorgelegt. Eine Entscheidung durch die Hintertür soll getroffen werden“, so Markus Nacke, Fraktionsvorsitzender der CDU.

In einer Pressemitteilung fragt die CDU-Fraktion: „Wozu haben wir Lenkungs- und Arbeitskreise, einen neuen Ausschuss für Wirtschaftsförderung, einen Stadtentwicklungsausschuss, wenn man uns jetzt, nach 2,5 beziehungsweise fünf Jahren, plötzlich einen Festsetzungsbeschluss für den Grafschafter Platz, ohne abschließende Fachberatung in überhaupt irgendeinem dieser Gremien anreicht.“ Die Verwaltung hätte dazu einen erneuten Austausch angekündigt und reichlich Zeit dafür – aber: Fehlanzeige. „Jetzt wissen wir warum. Wahrscheinlich wird die Verwaltung uns jetzt Zeit- und Entscheidungsdruck vortragen um die Umgestaltung des Grafschafter Platzes nicht zu gefährden“, so Nacke. Es sei bekannt, dass die CDU sich seit Jahren für die Stärkung des Dorfes einsetzt und es unterschiedlich Auffassungen zum Markt gibt, aber eben diese müssten vor einer Entscheidung final besprochen werden.

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CDU-Ratsmitglied Hans-Gerd Cremers, Anwohner des Dorfes und Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss, fragt offen nach: „Wofür hat die Stadt das fast komplette Dorf optisch umgekrempelt, Versorgungsinfrastruktur wie Leitungen und Anschlüsse für den Markt geschaffen und die Anwohner teilweise zur Kasse gebeten, wenn das jetzt alles nicht mehr gilt?“ Die CDU sei davon überzeugt, dass der Markt zumindest zu einer Stabilisierung und eventuell zu mehr Belebung im Dorf führen würde. Beispielhaft sei der Markt auf dem Vluyner Platz zu nennen.

Die vorgelegten Unterlagen seien nicht neu und würden von der CDU angezweifelt, heißt es in der Mitteilung. „Insbesondere die einseitige Bewertung durch ein externes Büro aus dem Jahr 2017 und eine schlecht gemachte Befragung aus 2019. Einige Aussage und Ansichten sind mittlerweile auch überholt.“ Die CDU meldet Beratungsbedarf und will die Verwaltung im Hauptausschuss auffordern, diese Thematik zunächst ordnungsgemäß in den Fachgremien zu beraten.