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Neukirchen-Vluyn bekommt 2020 ein neues Musikevent vor beeindruckender Kulisse

Neukirchen-Vluyn bekommt 2020 ein Musikevent vor beeindruckender Kulisse : Großes Rock-Open-Air auf Niederberg

Im Jahr 2020 soll aus der Hall of Rock ein großes Open-Air-Event werden. Für diese Idee hat die Bürgerstiftung Neukirchen-Vluyn die Stadt begeistert. Das kommende Jahr soll für die Vorbereitungen genutzt werden.

Ein, vielleicht sogar zwei Tage lang Rockmusik am Stück – vor der einmaligen Kulisse des Backsteindreiklangs mit möglicherweise illuminierten Fördertürmen auf Niederberg: Noch ist das ein vager Plan – aber mehr als nur eine Idee. Das Stadtmarketing hat bereits die Zustimmung vom Eigentümer der Fläche, der RAG MI, eingeholt. Der Geschäftsführer der Bürgerstiftung Neukirchen-Vluyn, Heinz-Jürgen Wienicke, kann sich für den Ansatz begeistern, die bislang zwei Mal erfolgreiche „Hall of Rock“ aus der Kulturhalle heraus unter den Sternenhimmel von Neukirchen-Vluyn zu holen. „Deshalb wird es 2019 keine Hall of Rock geben. Alle Kräfte sollen in die Vorbereitung des ersten großen Niederberg-Events fließen.“

Wer die Höhen des Open-Air-Geistesblitzes in Richtung der praktischen Vorbereitungen verlässt, merkt rasch, dass ein längerer Vorlauf dringend nötig ist. Denn solch eine Großveranstaltung gab es noch nie auf Niederberg. Ob Sicherheit, Logistik oder Versorgung – die Veranstalter fangen bei Null an und müssen echte Pionierarbeit leisten. Hinzu kommt, dass der Niederrhein eine Festival-Region ist. Zwischen April und Oktober einen Termin ohne benachbarte Konkurrenz zu finden, wird eine Kunst für sich sein.

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Für den Moment aber zählt der Schwung – auch bei der Bürgerstiftung als großem Unterstützer des Rock Open Airs. Dort ist gerade ein Führungswechsel im Gange, der sich möglicherweise auch auf die inhaltliche Arbeit auswirken wird. Heinz-Jürgen Wienicke nennt im Gespräch mit der RP die Fakten zur Stiftung: Es gibt sie seit zwölf Jahren. Ihr gehören derzeit laut Wienicke 83 Stifter an. Das Stiftungskapital betrage 132.000 Euro. Gemäß den Bestimmungen für Bürgerstiftungen gibt es aktuell ein Stühlerücken im Vorstand und einen Führungswechsel im Stiftungsrat. Im Vorstand übergab Ralf Lingrün den Vorsitz an Kurt Best. Dessen Stellvertreter sind Per Heyenberg und Frank Lemm. Heinz-Jürgen Wienicke rückte in den Vorstand auf.

Im Stiftungsrat ist Dr. Lutz Kind in die zweite Reihe getreten. Dagmar Menczyk (ehemals Berufskolleg) und Siegmund Ehrmann (ehemals Bundestagsabgeordneter) übernahmen Verantwortung; SPD-Chefin Elke Buttkereit rückte neu in den Stiftungsrat ein.

Für Bürger sind das erst einmal viele Namen. Beim Stifterforum am 11. November soll möglicherweise bereits über eine Ausweitung der inhaltlichen Stiftungsarbeit gesprochen werden. Bislang war die Unterstützung von Musik- und Kunstschule eine starke Säule der Stiftungsarbeit. Das soll auch so bleiben – von einem Scheck über 1500 Euro für eine Musikschulband bis hin zur Förderung junger Talente durch das Bezahlen des Einzelunterrichts.

Als Geschäftsführer hat Heinz-Jürgen Wienicke bei der Suche nach neuen Unterstützern oft erfahren, dass sich Kandidaten mehr soziale Projekte wünschen, die unmittelbar Betroffenen zu Gute kommen. „Viele empfinden die so wichtige Förderung von musikalischen und künstlerischen Fähigkeiten bei Kindern als Luxusprojekte“, berichtet Wienicke. Dieser Meinung sei die Bürgerstiftung ausdrücklich nicht – man wolle sich aber demnächst mit Caritas und Diakonie unterhalten.