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Neues Projekt in Moers: "Kulturstrolche" für Grundschüler

Kultur für Kinder in Moers : „Kulturstrolche“ ermöglichen den Zugang zur Kunst

Mit Unterstützung des NRW-Kultursekretariats Wuppertal werden Schüler von vier Moerser Grundschulen in dem Projekt „Kulturstrolche“ mit Künstlern und Institutionen zusammengeführt.

Sich durch Kultur „strolchen“ dürfen sich künftig die zweiten Klassen von vier Moerser Schulen, die über das Kulturbüro mit Kulturschaffenden und Kulturinstitutionen der Stadt zusammengebracht werden.

An jeweils drei Terminen pro Halbjahr „kommen die Kulturschaffenden in die Schule oder die Schüler strolchen ins Tonstudio oder Theater“, erläuterte Eva Marxen vom Kulturbüro bei der Vorstellung des Projekts. „Die Kinder erhalten ein Heft, das sie die ganze Zeit begleitet, mit Stickern für das jeweilige Medium, der dann eingeklebt werden kann – sozusagen als ‚tagebuchartige’ Erinnerung“, ergänzte ihre Kollegin Katja Roters. Das Ganze sei ein bewusst niederschwelliges Angebot, damit die Kinder ungezwungen einen Zugang zur Kultur zu gewinnen.

Finanziert wird das Projekt von dem NRW-Kultursekretariat Wuppertal, dass pro Kalenderjahr 5500 Euro zur Verfügung stellt. Bei Bedarf schießt das Kulturbüro der Stadt Moers noch Geld dazu.

Nach einem Aufruf an alle Moerser Grundschulen Ende Mai hatten vier Grundschulen ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet. Dabei sein werden jetzt die zweiten Klassen der Lindenschule, der Eichendorffschule, der Astrid-Lindgren-Schule und der St.-Marien-Schule – insgesamt 300 Kinder. Langfristig soll es eine Ausweitung auf andere Schulen geben. Insgesamt hat man sieben „Kulturstrolch“-Programme zusammengestellt.

 Carlos Malcolm Howards „Beatbox“-Projekt ist letzte Woche bereits gestartet. Annika Demmer wird mit den Kindern das Projekt „Lichtgraffiti“ angehen und Monika Hanewinkel bietet eine „Hörspielwerkstatt zum Mitmachen“ an. Zwei Projekte bietet das Grafschafter Museum an: „Ab in den Musenhof“ und „Vom Dachboden ins Museum – Ein spannender Einblick in die Arbeit des Museums.“

Und das Schlosstheater gewährt in „Drama oder nicht Drama – das ist hier die Frage“ einen Blick hinter die Theaterkulisse und will die Kinder auch selbst auf der Bühne Geschichte erzählen lassen.

Die Leiterinnen und Leiter der beteiligten Grundschulen freuen sich auf das Projekt. „Es ist wichtig, Kultur allen Kindern zugänglich zu machen, weil viel Raum in Kultur steckt“, sagte Manuela Gualano von der Astrid-Lindgren-Schule. Alexandra Wirth von der Repelener Lindenschule ergänzte, dass für viele Kinder die Beschäftigung mit Kunst vom Elternhaus aus keine Selbstverständlichkeit sei.