1. NRW
  2. Städte
  3. Neukirchen-Vluyn

Mehr dorftypisches Grün für Rheurdt und Schaephuysen

Konzept in Vorbereitung : Dorftypisches Grün für Rheurdt und Schaephuysen

Einige Kommunen im Südkreis Kleve arbeiten bereits mit Landschaftsgärtnern zusammen, die öffentliche Flächen naturnah gestalten, um sie anschließend kostenlos zu pflegen und mit ihrer Werbung zu versehen – zum Beispiel in Kreisverkehren.

Das Modell, das in Geldern oder Straelen funktioniert, soll jetzt auch in Rheurdt etabliert werden. Die SPD-Fraktion hat einen entsprechenden Antrag für den Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Ökologie gestellt.

Die Partei schlägt vor, „ortsansässigen Landschaftsgärtnereien Flächen der Gemeinde“ anzubieten, damit sie diese gestalten und pflegen können. Auch Bürger könnten für die „umweltfreundliche Gestaltung unserer Kommune sorgen“. „Das funktioniert natürlich nur, wenn es ein Grünflächenkonzept für Rheurdt und Schaephuysen gibt“, unterstreicht der SPD-Fraktionsvorsitzende Werner Fronhoffs. „Sonst macht jeder, was er will, und die einzelnen Flächen passen nicht zusammen.“

Das sieht Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen auch so. Er hat bereits Kontakt zu einer Landschaftsarchitektin aus Krefeld aufgenommen, die ein Grünflächenkonzept ausarbeiten könnte. „Ziel ist eine dorftypische Begrünung“, erläutert er. „Es geht unter anderem um die Begrünung von Plätzen, die Begrünung von Freiflächen, Straßenbegleitgrün, Fassadenbegrünung und Spalierobst.“ Ein solches Konzept sei nicht einfach zu erstellen, weil der Untergrund zu berücksichtigen sei, in dem bei Straßen Leitungen liegen würden.

Er kann sich vorstellen, an den Durchgangsstraßen wieder Bäume zu pflanzen, wie sie bis in die 50er Jahre am Niederrhein typisch waren, zum Beispiel an der Rheurdter Straße in Schaephuysen. Gute Erfahrungen habe die Gemeinde mit der Felsenbirne gemacht, die sie in der Kirchstraße in Rheurdt gepflanzt habe. Bei den heutigen heißen und trockenen Sommern seien Bürger, Nachbarschaften oder Unternehmen einzubinden, die Baumpatenschaften übernehmen sollten. „In extremen Sommern hätten sie die Bäume zu gießen“, schlägt der Bürgermeister vor.

Kleinenkuhnen möchte zunächst ein Begrünungskonzept für Schaephuysen auf den Weg bringen, dann für Rheurdt. Der Verwaltung will er vom Ausschuss für Gemeindeentwicklung einen Prüfauftrag erteilen lassen: „Mit welchen Planungsschritten kann erreicht werden, dass eine dorftypische Grüngestaltung für beide Dörfer realisiert wird, um die Attraktivität und Lebensqualität weiter zu verbessern.“