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Martinusschule in Rheurdt soll im Frühjahr Strom erzeugen

Schule in Rheurdt : Martinusschule soll im Frühjahr Strom erzeugen

Der Hauptausschuss hat beschlossen, auf dem Dach der Schule eine Photovoltaikanlage zu installieren.

Auf dem Dach der Martinusschule will die Gemeinde Rheurdt im Frühjahr eine Photovoltaikanlage installieren lassen. Diese soll Sonnenlicht in elektrischen Strom umwandeln, um so die Schule mit sauberer, weißer Energie zu versorgen. Der Hauptausschuss beschloss am Montagabend einstimmig, 50.000 Euro im Haushalt 2019 bereitzustellen, um die Anlage zu installieren. Dies war ein gemeinsamer Antrag der drei Fraktionen SPD, FDP und Grüne gewesen.

Das Architektur- und Ingenieurbüro von Herbert Pohlkamp und Alexander Osthues aus Telgte, das bereits 2016 den Umbau der Schule am Meistersweg geplant und begleitet hatte, soll erneut die Planung übernehmen. „Bei dem Umbau 2016 wurde bereits daran gedacht, einmal auf dem Dach des Hauptgebäudes eine Photovoltaikanlage zu installieren“, berichtete Kämmer Marcell Schüren. „Die Tragkraft des Daches reicht aus. Die Anschlüsse sind bereits vorgesehen.“ Mit dem Beschluss kann das beratende Ingenieurbüro die konkrete Planung beginnen. „Es ist eine normale Ausschreibung“, sagte der Kämmerer. „Deshalb wird sie nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen. Wenn der Auftrag vergeben ist, dauert die eigentliche Installation nur eine Woche.“

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Die Photovoltaikanlage soll im Frühjahr 2019 installiert werden, um ab Mai oder Juni Strom zu erzeugen. Das sind neben dem Juli die beiden Monate, in denen Photovoltaikanlagen die meiste „weiße Energie“ produzieren. Der Strom soll von der Martinusgrundschule genutzt werden. Da die Gemeinde nur wenig Geld erhält, wenn sie Strom ins allgemeine Netz eingespeist, will sie nahe der Anlage einen Stromspeicher installieren. „Eine Photovoltaikanlage rechnet sich immer, wenn der Strom selbst verbraucht wird“, betonte Marcell Schüren.

Eine Anlage, die die Energie des Sonnenlichtes in elektrischen Strom umwandelt, entlastet die Gemeinde langfristig nicht nur bei den Kosten, sondern auch bei den Emissionen. „Anlagen setzen keinerlei Feinstaub frei, zum Beispiel Rußpartikel, oder kein Treibhausgas Kohlenstoffdioxid“, hatte Grünen-Fraktionsvorsitzender Frank Hoffmann den Antrag begründet, den die Fraktionen von SPD, FDP und Grünen gemeinsamen am 21. Oktober gestellt hatten. „Der Strom aus der Sonne ist im Gegensatz zu fossilen Energieträgern unbegrenzt verfügbar.“