Manage frei – für die Zirkusschüler von Rheurdt

Schule in der Gemeinde : Manege frei – für die Zirkusschüler von Rheurdt

Eine Woche lang probten Mädchen und Jungen für ihre Gala unterm Zirkuszelt. Es wurde ein unvergesslicher Abend.

Spannung in der Manege: Die Gäste in der ersten Reihe können die Hitze der Fackeln spüren. Teilweise mit offen stehenden Mündern und aufgerissen Augen verfolgen Eltern, wie ihre Mädchen und Jungen – nein, nicht mit dem Feuer spielen – sondern mit brennenden Fackeln jonglieren und Flammen verschlucken, als seien sie in der Manege zuhause. Für die große Gala auf dem Hof der Martinusschule haben die vierten Klassen eine ganze Woche geprobt.

Der Zirkus Lollipop kommt alle vier Jahre zu einem Gastspiel an die Schule – mit anschließender Zirkuswoche, in der sich Schulkinder in Clowns, Akrobaten, Feuerschlucker und Seiltänzerinnen verwandeln. Bereits am Sonntag schlugen die Zirkusleute ihr Zelt auf dem Schulhof auf. Dabei wurden sie tatkräftig von der Elternschaft unterstützt. Am Montag gab es eine tolle Zirkusvorstellung von den Artisten für alle Kinder. Nachdem jedes Kind eine Zirkusnummer für sich gefunden hatte, ging es an die Arbeit. Auch nach der Schulzeit wurde das Zelt für zahlreiche Aktionen genutzt. So fand ein Gottesdienst, eine Kinderdisco und ein Mitsingabend für Erwachsene im Zirkuszelt statt.

Nachdem am Freitag alle Generalproben vorbei waren, kam das große Lampenfieber vor der Galavorstellung. Alle Kinder waren perfekt vorbereitet und freuten sich riesig, Eltern, Freunden und Verwandten ihre Kunststücke vorzuführen. Alle Galavorstellungen liefen genau nach Plan und die Kinder konnten ihrem Publikum eine tolle Show bieten. Dafür wurden sie mit tosendem Applaus belohnt.

Ein Vater berichtete, dass er seine Tochter kaum wiedererkannt habe: „Sie ist sonst eher zurückhaltend – präsentierte ihre Zirkusnummer jedoch äußerst selbstbewusst – toll!“ Die Martinusschule freut sich auf den nächsten Besuch des Zirkus Lollipop in vier Jahren, sagt Schulleiterin Monika Herrschaft: „Ein besonderer Dank geht an den Förderverein und alle helfenden Eltern, die diese Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Kinder gemacht haben.“

(dne)
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