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Lenßen: Breitband-Ausbau gestaltet sich schwierig

Neukirchen-Vluyn : Lenßen: Breitband-Ausbau gestaltet sich schwierig

Von Problemen beim Breitband-Ausbau in der Wir4-Region berichtete Bürgermeister Harald Lenßen im Neukirchen-Vluyner Hauptausschuss. Das Projekt gestaltet sich deutlich schwerer als erwartet, hieß es.

„Die Anbieter springen ab.“ Lenßen deutete an, dass die zur Verfügung stehenden 28 Millionen Euro vergleichsweise wenig seien. Ein Telekommunikationsunternehmen sei aber noch im Rennen.

Die Wir4-Kommunen Neukirchen-Vluyn, Moers, Kamp-Lintfort und Rheinberg wollen Gebiete mit Breitband-Internet versorgen, die von den großen Anbietern aufgrund hoher Kosten und vergleichsweise weniger potenzieller Kunden bisher vernachlässigt wurden. Die Federführung haben die vier Kommunen der Enni überlassen, die ihrerseits das Duisburger Beratugsbüro Innowise eingeschaltet hat. Von dem Breitband-Ausbau sollen profitieren Betriebe in Gewerbegebieten, aber auch private Haushalte profitieren. Allein für Neukirchen-Vluyn war im März von 1300 Haushalten an 680 Adressen die Rede gewesen. 197 Kilometer Glasfaserkabel sollen in der Stadt verlegt werden. Enni-Vorstand Lutz Hormes sprach im April von insgesamt 760 Kilometer Glasfaserkabel, die bis 2020 in den vier Städten verbuddelt werden sollen, um gut 4000 Haushalte, 350 Unternehmen und knapp 70 Schulen an das schnelle Netz anzubinden

Die Enni Stadt und Service hat Fördergelder in Höhe von insgesamt 28 Millionen Euro bei Land und Bund beantragt und erhalten sowie eine europaweite Ausschreibung unter Telekommunikationsanbietern gestartet. Enni-Sprecher Herbert Hornung sagte am Donnerstag auf Anfrage, dass die Ausschreibung abgeschlossen sei, derzeit laufe das Vergabeverfahren, frühestens Ende Oktober werde man das Unternehmen präsentieren können, das den Auftrag erhalte. „Wir sehen keine Probleme“, sagte Herbert Hornung. Er geht davon aus, dass die Bauarbeiten wie geplant im Frühjahr 2019 starten können.