Landrat Wolfgang Spreen schenkt dem Golddorf Schaephuysen einen Baum des Jahres

„Unser Dorf hat Zukunft“ : Landrat schenkt dem Golddorf einen Baum des Jahres

Wolfgang Spreen gratulierte den Schaephuysenern zum Sieg im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Etwas merkwürdig sieht es aus, das Bäumchen, wie es so mutterseelenallein auf einer großen Grünfläche steht. Aber die kleine Flatterulme wird nicht solo bleiben: Sie ist die erste in einer Reihe von Bäumen, die künftig auf dem Mehrgenerationen-Spielplatz an im Hinterland der Straße Im Kirchwinkel wachsen werden. Freilich ist die junge Flatterulme ein ganz besonderer Baum: Landrat Wolfgang Spreen hat sie den Schaephuysenern geschenkt, als Anerkennung für den Sieg im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Schon mit dem Sieg auf Kreisebene hätten die Schaephuysener Grund genug gehabt, „zufrieden und sehr glücklich zu sein“, sagte Spreen am Donnerstag bei einer kleinen Feierstunde an der Flatterulme. Dass es auch noch Gold auf Landes- und Bundesebene wurde, sei eine umso bemerkenswertere Leistung der Dorfgemeinschaft.

Spreen gratulierte den anwesenden Mitgliedern der Vereinsgemeinschaft. Und zusammen mit Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen vergrub er an der Flatterulme eine Zeitkapsel. Inhalt: Eine Urkunde mit den Gratulationen des Landrats und dessen Wunsch, dass „die Bürger und Bürgerinnen von Schaephuysen beim Anblick des stolzen Baumes dauerhaft daran erinnert werden, was bürgerschaftliches Engagement bewirken kann“. Ebenfalls in der Zeitkapsel: Das aktuelle Mitteilungsblatt der Gemeinde, ein RP-Artikel, in dem die Baumpflanzung angekündigt wurde, sowie ein Projektplan des Spielbereichs mit Geräten für jüngere und ältere Kinder – Schaukeln, Trampolinen und mehr. Für das Jahr 2021 sei die Fertigstellung anvisiert, sagte Klaus Kleinenkuhnen. Eine Flächennutzungsplan-Änderung stehe noch aus, zudem müsse ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Die Flatterulme ist Baum des Jahres 2019. In Deutschland ist sie selten geworden, weil ihr ursprünglicher Lebensraum – Feuchtwälder und Flussauen – zurückgeht. Dabei ist die Flatterulme ein Baum mit Zukunft: Sie wird 250 Jahre alt und ist weniger anfällig gegen Pilzinfektionen als andere Ulmenarten. Begossen wurde die Baumpflanzung in Schaephuysen mit – nein, nicht mit Wasser, sondern mit Schnäpschen, die die Interessengemeinschaft der Vereine spendierte. Prost!

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