Kunst in Neukirchen-Vluyn: Ausstellung zum Lebenswerk der Marianne Ambs.

Kunst in Neukirchen-Vluyn : Ausstellung zum Lebenswerk der Marianne Ambs

Wolfram Ambs, 83, hat es selbst so gewollt. Aber leicht wird die Ausstellungseröffnung am heutigen Abend in der Kulturhalle nicht für ihn. Knapp 30 Bilder der Künstlerin Marianne Ambs kommen an den Ort zurück, an dem sie ein halbes Jahrhundert lang lebte.

Nach Vluyn. Und vor jedem Werk bleibt der Mann der verstorbenen Künstlerin stehen, schaut, beginnt zu erzählen. Von der Medusa, die auf der Leinwand der Marianne Ambs keine düstre Monstrosität ist, sondern ein munteres Farbenspiel. „Zuvor waren wir zu zweit in Istanbul – dort hat ein Künstler die Medusa in einer römischen Therme erschaffen so wie viele sie sehen – als Monster. Meine Frau aber hat gesagt, bis sie bei den Göttern in Ungnade fiel, war sie ein junges, sehr hübsches Mädchen.“

Im Jahr 1968 kamen Wolfram und Marianne Ambs aus Norddeutschland nach Neukirchen-Vluyn. Hier begann sie, sich mit der Malerei zu beschäftigen. Zunächst unterstützt durch den Künstler Hannes Loos, später in Kurse, schließlich in einem vierjährigen Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Professor Rolf Sackenheim.

Sie malt in Öl, zeichnet mit Kohle, klebt Collagen aus Stoff. „Meine Frau liebte Farben, vor allem das Rot.“ Wolfram Ambs sah die Bilder der heutigen Ausstellung entstehen. kommentierte, sagte seine Meinung. Die Finissage eines Künstlerinnenlebens voller Reisen, voller Farben und Eindrücke wurde kuratiert von Evangelos Koukouwitakis aus Duisburg. Bürgermeister Harald Lenßen wird am heutigen Abend (19 Uhr) die Ausstellung eröffnen, Peter Kerschgens die fachliche Einleitung. Die Werke von Marianne Ambs hängen bis zum 3. Juni und können käuflich erworben werden.

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