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Kreis Kleve: Steigende Zahl an Fällen mit Mutationen

Corona im Kreis Kleve : Steigende Zahl an Fällen mit Mutationen im Kreis Kleve

Im Kreis Kleve nimmt die Ausbreitung von Corona-Mutationen deutlich zu. Die Amtsärztin fordert eine konsequente Einhaltung der Hygieneregeln, um die steigende 7-Tage-Inzidenz aufzuhalten.

Durch die zunehmende Ausbreitung von Corona-Mutationen steigen auch im Kreis Kleve die Fallzahlen in den vergangenen Tagen deutlich an. Am Freitag, 26. Februar, lag die 7-Tage-Inzidenz bei 81,6.

„Wir merken, dass gerade diese mutierten Viren erheblich schneller weitergegeben werden“, fasst Dr. Martina Scherbaum, Amtsärztin des Kreises Kleve, die Ergebnisse ihrer Analysen zusammen. „Wenn sich dieser Trend fortsetzt, erwarte ich, spätestens innerhalb der nächsten zwei Wochen eine 7-Tage-Inzidenz von über 100 zu erreichen.“ Seit dem 8. Februar wurden im Kreis Kleve 116 Virus-Mutationsfälle – 114 Fälle der britischen Variante und zwei der südafrikanischen – durch Test-Typisierung bestätigt. Außerdem wurden bislang 52 so genannte „epidemiologische“ Fälle erfasst. Dabei handelt es sich um positiv getestete Personen, die direkten Kontakt zu einer Person hatten, bei der eine Virus-Mutation nachgewiesen wurde. Diese Tests wurden jedoch nicht typisiert. 168 Mutationsfälle bei insgesamt 539 gemeldeten Fällen (8. bis 24. Febuar) bedeuten, dass in 31 Prozent der Coronafälle ein Mutationsfall vorliegt. Der prozentuale Anteil der Virus-Mutationen liege jedoch wahrscheinlich viel höher, so das Gesundheitsamt. Etwa jede zweite positiv getestete Person weiß nicht, wo und bei wem sie sich angesteckt hat. Bei den verbleibenden 50 Prozent der Fälle können und werden die Infektionsketten nachvollzogen. Gut 30 Prozent der Ansteckungen erfolgen bei privaten Kontakten und am Arbeitsplatz, zehn Prozent stehen in einem Zusammenhang mit größeren Ausbrüchen und fünf bis zehn Prozent der Ansteckungen erfolgen im eigenen Haushalt. Da das Gesundheitsamt zunehmend Ausbrüche in Betrieben feststellt, sollten auch die Unternehmen im Kreisgebiet ihre Hygienekonzepte überdenken.