Kommunalpolitik in Rheurdt: Vorab-Diskussion um den Burgerpark.

Kommunalpolitik in Rheurdt : Vorab-Diskussion um den Burgerpark

Die Grünen warnen: Der halbe Park müsse asphaltiert und zahlreiche Bäume gefällt werden, damit dort die Rheurdter Kirmes ihren Platz findet. CDU-Fraktionschef Tabke weist dies als „Panikmache“ zurück.

Der Burgerpark rückt in den Mittelpunkt der politischen Diskussion. Die idyllische Fläche mit Bowle-Bahn und Sitzgelegenheiten muss künftig die Kirmes aufnehmen. Das ist Teil zwei des Ratsbeschlusses vom 17. Dezember 2018, die Feuerwehr Rheurdt mit ihrem neuen Gerätehaus im Dorf, am Marktplatz, zu lassen. Dort kämen Kirmes und vergrößerte Feuerwehr einander ins Gehege. Darum soll die Rheurdter Kirmes in den benachbarten Burgerpark ausweichen – wo bereits der Festkettenträger gekürt, der Martinsmarkt und das Osterfeuer als große Veranstaltungen durchgeführt werden.

Noch bevor die Verwaltung offiziell ihre Pläne vorgestellt hat, rammt der grüne Fraktionsvorsitzende Frank Hoffmann Pfähle ein: Der Burgerpark als „grüne Oase, die einen Mittelpunkt im Rheurdter Dorfleben darstellt, müsste nach Plänen der CDU mindestens zur Hälfte einem Parkplatz weichen, mehrere Bäume müssten gefällt werden“. Hans-Rainer Tabke von der CDU weist dies zurück: „Man kann den Burgerpark auch so ertüchtigen, dass er zu einem Großteil erhalten bleibt, nicht asphaltiert werden muss und auch noch andere Veranstaltung im Dorf einen Nutzen von den Veränderungen haben.“ Der politische Streit ist eröffnet, noch bevor die erste Vorlage vorliegt.

Bezogen auf die Kirmes geht es vor allem um das Festzelt, den schweren Auto-Scooter und die Zug- und Hilfsfahrzeuge zum Auf- und Abbau der Kirmes. Sie brauchen Platz zum manövrieren und – die Aufbauten dürfen auch nach wochenlangem Regen nicht einsinken. Hoffmann und Tabke haben eine erste Handskizze der Verwaltung gesehen.

Nach Informationen unserer Redaktion müssten diesen ersten Überlegungen nach sieben, vielleicht acht Bäume im Burgerpark gefällt werden. Für einen standfesten Untergrund gäbe es Alternativen zum harten Asphalt. „Es wurde nicht bedacht, dass dadurch Parkflächen, die eigentlich für Kirchenbesucher, Mitarbeiter der Gemeinde und des Kindergartens, Elterntaxis zu und vom Kindergarten, Busse, Vereine, Markttreibende gebraucht werden, wegfallen“, schimpft Frank Hoffmann. Und der grüne Parteivorsitzende Oliver Schlageter ergänzt: Den halben Burgerpark zu asphaltieren, das würden die Grünen nicht akzeptieren.

Kämmerer Marcel Schüren bittet um Geduld: „Die endgültigen Pläne liegen noch gar nicht vor. Wer weiß, vielleicht entstehen ja mehr Bäume, als für den Umbau fallen müssen.“ Am 16. Mai soll dem Gemeindeentwicklungsausschuss ein erster Vorschlag der Verwaltung vorgelegt werden.

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