Klimaschutzbeauftragte in Rheurdt : Stadtradeln wirbt für den Klimaschutz

Die neue Klimaschutzbeauftragte Anne-Kathrin Kleimenhagen koordiniert die Aktion für Rheurdt. Das Stadtradeln ist nun die erste Aktion bei der sie stärker in der Öffentlichkeit steht.

Am Montag beginnt in Rheurdt das Stadtradeln. „Die Gemeinde Rheurdt ist das erste Mal dabei“, erzählt Anne-Kathrin Kleimenhagen. „Bürger können Kilometer sammeln, um so für das Radfahren und den Klimaschutz zu werben. Die Aktion läuft vom 15. Juni bis zum 5. Juli. Sie ist eine Idee des Klimabündnisses, das alle 16 Kommunen des Kreises Kleve im Herbst 2019 geschlossen haben.“

Das Stadtradeln ist die erste Aktion, bei der die neue Klimaschutzbeauftragte, die sie seit Februar mit halber Stelle ist, stärker in der Öffentlichkeit steht. Die 34 Jahre alte Schaephuysenerin will das Rad nicht neu erfinden, das sich in der Ökogemeinde schon seit den 90er Jahre um Ökologie und Klimaschutz dreht, sondern es mit neuem Schwung weiterlaufen lassen. „Hier ist schon viel passiert“, sagt die Betriebsverwaltungswirtin, die eine Zusatzausbildung zur Klimaschutzbeauftragten machte. „Die Gemeinde hat Vorbildcharakter.“

Wenn Entscheidungen getroffen worden seien, seien schon lange die ökologischen Auswirkungen berücksichtigt worden, zum Beispiel bei den Heizungsanlagen für Gebäude der Gemeinde. Die Gemeinde habe sich auch im politischen Auftrag dafür eingesetzt, den Busverkehr zum Aldekerker Bahnhof zu verbessern, der jetzt durch die Linie 70 von der Hochschule in Kamp-Lintfort über Rheurdt und Schaephuysen erreichbar sei. Die Gemeinde habe bereits 1997 vom Oermter Berg bis über die „Aldekerker Platte“ 30 Hektar als Windkraftvorrangfläche ausgewiesen, auf der private Investoren zwölf Windräder errichtet hätten, die einen großen Teil des Stroms liefern würden, der in Rheurdt und Schaephuysen verbraucht werde.

„Klimaschutz ist eine Querschnittsaufgabe“, ist sich die neue Klimaschutzbeauftragte mit Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen einig. Sie kann diese Querschnittsaufgabe, die viel Koordination erfordert, gut übernehmen. Im Laufe der Jahre lernte sie die meisten Bereiche im Rathaus kennen, vom Gebäudemanagement und der Schulverwaltung über die Wirtschaftsförderung und den Tourismus bis hin zum Sozialamt und zum Rechnungswesen, in dem sie direkt nach ihrer Ausbildung im Duisburger Rathaus arbeitete. „Sie kennt sich in der Gemeinde und im Rathaus aus“, sagt der Bürgermeister. „Dadurch hat sie ein anderes Standing im Haus und wird mit dem ihrem Anliegen, dem Klimaschutz, sehr gut wahrgenommen.“