Kiesflächen: Neukirchen-Vluyn droht mit Klage

Vorschläge von IHK und Industrie : Kiesflächen: Neukirchen-Vluyn droht mit Klage

IHK und Kiesindustrie haben 50 Hektar an der Geldernschen Straße in Neukirchen-Vluyn benannt.

Die Stadt Neukirchen-Vluyn hat zu den neuen Vorschlägen für Auskiesungsflächen von IHK und Kiesindustrie Stellung genommen. Dort sind 50 Hektar an der Geldernschen Straße in Neukirchen-Vluyn benannt. Im Bereich der Stadt Neukirchen-Vluyn werden im Rahmen des aktuellen Regionalplanentwurfs derzeit keine grundsätzlich neuen Abgrabungsflächen ausgewiesen. Das, heißt es, sei sehr zu begrüßen. Gleichwohl bestehe die Absicht, die zugrundeliegenden Regelungen des Landesentwicklungsplanes gerichtlich überprüfen zu lassen. Der Rat der Stadt Neukirchen-Vluyn, heißt es, werde in seiner Sitzung am 9. Oktober darüber beraten.

 In einer Stellungnahme habe das Gremium darüber hinaus bereits deutlich eingefordert, die Darstellung sogenannter „Suchräume“, die in einer gesonderten Erläuterungskarte im zugehörigem Textteil des Regionalplanentwurfs abgebildet werden, zu streichen. Auf diese Darstellungen beziehen sich im Wesentlichen die aktuell eingebrachten Vorschläge der Kiesindustrie.

Diese Vorschläge, sagt Bürgermeister Harald Lenßen, seien aus städtischer Sicht absolut nicht nachvollziehbar: „Diese Ideen sind nicht neu! Aber der Kiesindustrie ist auch bekannt, dass sich Rat und Verwaltung bereits vor einiger Zeit deutlich gegen diese Flächen ausgesprochen haben. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Einbeziehung der Donke Hasselt mit Rücknahme des ursprünglich dort verlaufenden regionalen Grünzuges.“ Der damit verbundene Neuaufschluss ließe sich insoweit auch in keiner Weise mit den örtlichen Freiraum- und Freizeitfunktionen in Übereinstimmung bringen. In diesem Zusammenhang sei insbesondere auf die vielfachen Nutzungsprofile der Halde Norddeutschland und die unmittelbar benachbarten Siedlungsräume zu verweisen, die damit deutlich beeinträchtigt würden.

Zu erwarten seien ferner kaum beherrschbare Umweltbelastungen, ergänzt der Technische Beigeordnete Ulrich Geilmann. Und: Von einer kurzfristigen Verfügbarkeit könne man erst recht nicht ausgehen. Die Flächen seien also keineswegs unproblematisch. „Man kann sich fragen, ob hier nicht Nebelkerzen gezündet werden, um einen Keil zwischen die betroffenen Städte und Gemeinden zu treiben“, so Lenßen.