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Kevelaer-Wallfahrt: Pilger aus Rheurdt wollen um Kraft in Corona-Zeiten beten

Wallfahrt in die Marienstadt : Rheurdter Pilger wollen in Kevelaer um Kraft in Corona-Zeiten beten

Die traditionelle Wallfahrt der Gemeinde St. Martinus Rheurdt-Schaephuysen-Tönisberg findet am 16. August statt. Wegen der Pandemie ist diesmal einiges anders als sonst. Ein gemeinsames Frühstück der Pilger kann nicht stattfinden. Auch ein Bus ist nicht im Einsatz.

Gläubige aus Rheurdt, Schaephuysen und Tönisberg wollen in diesem Sommer erneut nach Kevelaer pilgern. Allerdings gelten für die traditionelle Wallfahrt in die Marienstadt aufgrund der Corona-Pandemie einige neue Regelungen. „Gerade wegen der Bedingungen, die uns auferlegt sind, wollen wir wieder nach Kevelaer wallfahren“, sagt Norbert Derrix, Pfarrer der Gemeinde St. Martinus. „Wir werden die Gottesmutter bedrängen, mit uns zu Gott zu beten und ihn zu bitten, ganz persönliche Kraft in dieser Situation und für all die Menschen zu schenken, die uns aufgegeben sind und für die wir beten wollen.“

Die Wallfahrt der Gemeinde St. Martinus findet traditionell am ersten Sonntag nach den Schulferien statt, der diesmal auf den 16. August fällt. Bis zu 25 Kilometer legen die Fuß- und Radpilger von Rheurdt nach Kevelaer zurück. Ein gemeinsames Frühstück im Petrus-Canisius-Haus könne wegen der Corona-Schutzvorschriften nicht stattfinden. Pfarrer Derrix schlägt deshalb vor, dass die Gruppen, die teilnehmen, entweder vor dem Start frühstücken oder dafür unterwegs eine Pause einlegen.

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Die Fußpilger machen sich am 16. August um 6.30 Uhr an der Pfarrkirche St. Nikolaus in Rheurdt auf den Weg. Wem die volle Wegstrecke zu viel ist, kann mit dem Auto bis nach Geldern fahren, wo am Krankenhaus um acht Uhr weitere Fußpilger losgehen – oft sind es junge Familien, die ihre Kinder nicht selten in Bollerwagen setzen. Von dort liegt die Marien-Wallfahrtsstadt acht Kilometer entfernt.

Die Rad-Pilger brechen um 7.10 Uhr an der Kirche in Tönisberg auf, um 7.20 Uhr an der Kirche in Schaephuysen und um 7.30 Uhr in Rheurdt. Hinzu kommen die Pilger, die mit dem Autos anreisen und individuell starten.

Anders als in den beiden vergangenen Jahren ist ein Bus diesmal nicht im Einsatz. „Das machen wir wegen Corona nicht“, sagt Pfarrer Derrix. Somit steht dieser auch nicht für eine Rückfahrt von Kevelaer zur Verfügung. Das sei kein Problem. „Irgendjemand nimmt immer irgendjemanden mit dem Auto mit“, sagt Derrix

In Kevelaer treffen sich die Pilger aus Rheurdt, Schaephuysen und Tönisberg im Forum Pax Christi. Dort beginnt um 9.45 Uhr eine Betrachtung der Stationen des großen Kreuzwegs. Um 12.15 Uhr hält Pfarrer Derrix einen Gottesdienst. Im Forum Pax Christi dürfen sich gut 100 Personen aufhalten. Eine Maskenpflicht bestehe nicht. Derrix: „Das Forum ist zwar überdacht, aber kein geschlossener Raum mit Wänden.“

Rund 100 Menschen haben zuletzt an der Wallfahrt teilgenommen. Derrix ist gespannt, wie viele es diesmal werden. Viele Gemeindemitglieder seien aufgrund der Pandemie nach wie vor verunsichert. So beginne sich der Gottesdienst-Betrieb zwar zu normalisieren. Immer noch scheuten aber viele frühere „Stammgäste“ aus Sorge, sich anzustecken, den Gang in die Kirche. „Sie sagen: Ich hab Angst.“

(got/pogo)