1. NRW
  2. Städte
  3. Neukirchen-Vluyn

Jury-Rundgang: Schaephuysen zeigte sich von seiner besten Seite.

Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ : Jury-Rundgang: Schaephuysen zeigte sich von seiner besten Seite

Tauben-Start, Zumba-Tanz, Musik, Gesang: Alle Vereine und die Feuerwehr empfingen die Bewertungskommission und sprachen über ihre Projekte.

Elmar Henke, Bürgermeister aus dem bayerischen Sommerach, leitet die Bewertungskommission im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, seit vielen Jahren schon. Um Viertel nach fünf am Donnerstag traf Henke vor der Pfarrkirche St. Hubertus in Schaephuysen auf Pfarrer Norbert Derrix, der die 20-köpfige Bewertungskommission begrüßte. „Wie würden Sie ihre Gemeinde charakterisieren?“ fragte der Jury-Chef und schaute möglichst unbefangen drein. „Selbstständig, eigenwillig – im besten Sinne des Wortes, nämlich mit einem eigenen Willen, und freundlich“, sagte Derrix spontan.

Die Antwort gefiel Henke so gut, dass er sie im Resümee des dreistündigen Jury-Besuches in Schaephuysen noch einmal aufgriff: „eine bemerkenswerte Einschätzung.“ Gemeinsam mit den anderen Jury-Die Jury sei auf der Suche nach kraftvollen Dorfgemeinschaften; nach solchen, die ihre Zukunft selbst gestalten wollen.

Beim Rundgang vorn links: Jury-Leiter Elmar Henke im Ströttsche. Foto: Dirk Neubauer

Davon bekam die Kommission in Schaephuysen eine ganze Menge präsentiert. Pünktlich zu 15 Uhr kamen die Jury-Mitglieder am St. Michaelsturm an. Dort bekamen sie eine erste Einführung und lernten diejenigen Schaephuysener kennen, die die vier Bereiche der Bewertungskriterien abdecken. In den dann folgenden Stunden wurden Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Aktivitäten, Soziales Engagement und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung und Siedlungsentwicklung sowie die Grüngestaltung und die Lage des Dorfes in der Landschaft thematisiert.

An den zahlreichen Stationen – Dorfkern, Hauser, Alte Molkerei, Kirche, Bürgermeister-Beelen-Platz – traf die Kommission auf Jung und Alt. Ganz Schaephuysen schien auf den Beinen und zeigte sich von seiner besten Seite. Da konnte auch ein Platzregen am Ende der Präsentation den guten Eindruck nicht trüben.

Die Bereisung der Dörfer dauert noch bis zum 10. Juli. Bereits einen Tag später werden die Ergebnisse bekannt gegeben. Gold, Silber und Bronze werden am 24. Januar 2020 im Rahmen der Grünen Woche in Berlin vergeben. Im März 2020 sind alle Dorfgemeinschaften beim Bundespräsidenten geladen.