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Neukirchen-Vluyn: Jugend soll Dorfzentrum mitgestalten

Neukirchen-Vluyn : Jugend soll Dorfzentrum mitgestalten

14- bis 18-Jährige sind aufgerufen, sich am Konzept für die Entwicklung des Ortskerns Neukirchen zu beteiligen. Sie können sich filmisch, fotografisch und in Beiträgen für den Bürgerfunk mit städtebaulichen Ideen beschäftigen.

Was ist gut im Dorf Neukirchen? Was ist verbesserungswürdig? Was denken und wünschen sich die Anwohner, Einzelhändler oder Gäste? Und wie würden die jungen Leute den Ort gestalten? Solchen und ähnlichen Fragen können Jugendliche aus Neukirchen-Vluyn demnächst unter professioneller Anleitung mit Film- und Fotokamera, Mikrofon und Aufnahmegerät nachgehen. "Jugend ins Zentrum" heißt die Initiative, die sich an Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren richtet. Die Schulkultur, das Jugendzentrum Klingerhuf und der Bürgerfunk der VHS haben dafür Fördermittel des Programms "Klutur macht stark - Bündnisse für Bildung" beantragt.

Die Initiative steht im Zusammenhang mit dem integrierten Handlungskonzept, das derzeit für den historischen Ortskern Neukirchen erarbeitet wird. Die Stadt Neukirchen-Vluyn hat Fördermittel beantragt, um mit Hilfe vieler einzelner Bausteine den historischen Ortskern fit für die Zukunft zu machen. Die Notwendigkeit des Konzepts, das die Grundlage des Maßnahmenpakets darstellt, ist unumstritten. Bei der Umsetzung verfolgt die Stadt das Ziel, möglichst viele Menschen aktiv zu beteiligen. Damit die unterschiedlichen Gruppen mit ihren Ideen auch Gehör finden, wurde ein Projekt auf die Beine gestellt, das die "klassischen" Informationsveranstaltungen und Workshops ergänzt.

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Im Rahmen von "Jugend ins Zentrum" sollen sich Jugendliche künstlerisch und dokumentarisch mit den Inhalten des Handlungskonzepts für das Dorf Neukirchen auseinandersetzen. Sie werden an Infoveranstaltungen teilnehmen und sich mit städtebaulichen Ideen beschäftigen. Sie werden Radiobeiträge für den Bürgerfunk erstellen und dokumentarisch fotografieren, filmen und interviewen.

"Wir wollen das Konzept für Jugendliche erlebbarer machen",schildert Frank Grusen, Pressesprecher der Stadt, die Idee hinter dem Projekt. "Sie sollen ermutigt werden, sich an den Versammlungen zum integrierten Handlungskonzept zu beteiligen und dort auch eigene Vorschläge zu machen." Noch in diesem Jahr soll das Konzept stehen. Einiges an Wünschen und Vorschlägen wurde schon festgehalten, zum Beispiel der Ausbau der Hochstraße oder die Neugestaltung des Grafschafter Platzes. Apropos: Die Initiative "Jugend ins Zentrum" umfasst auch einen zweiwöchigen Sommerferienkurs, bei dem ein Platz mit künstlerischen Mitteln umgestaltet wird. Es geht um eine zeitweise Begrünung, das Stichwort lautet "urban gardening" (Gartenbau in der Stadt).

Professionelle Begleitung konnte für "Jugend ins Zentrum" gewonnen werden: Benjamin Fleig, international agierender Dokumentarfilmer und Todde Kemmerich, der bereits verschiedenste Jugendprojekte, insbesondere im Aachener Raum, betreut hat, werden die Aktionen leiten. Die Jugendlichen können die beiden Profis an zwei Terminen im Jugendzentrum Klingerhuf kennenlernen. Beide Tage beginnen mit einem gemeinsamen Pizzaessen. Danach können die Foto- und Filmkameras sowie die Aufnahmegeräte für Audiobeiträge kennengelernt werden. Auch eigene Projektideen und Wünsche der jugendlichen Teilnehmer sind willkommen. Für den Sommerferienworkshop werden ebenfalls Mitstreiter gesucht.

(RP)