Jahresaktion „vollkostbar“: Rheurdter Pfadfinder leben gesund.

Jahresaktion „vollkostbar“ : Rheurdter Pfadfinder leben gesund

Im Rahmen der Jahresaktion „vollkostbar“ geht es um Bewegung, Ernährung und Klimaschutz vor Ort.

Die zehn Pfadfinder waren überrascht, welche Strecken das Obst zurückgelegt hat, das sie zu ihren Treffen mitgebracht hatten. Die Bananen und Mangos kommen aus Südamerika, die Himbeeren aus Südafrika, die Melonen aus Spanien und die Kaktusfeigen aus Italien. Nur die Äpfel wurden in Deutschland angebaut. „Mit Obst ernährt man sich gesund“, meinte Thomas Spengel zu den Pfadis. „Dabei ist die Ökobilanz nicht unbedingt gut.“

Der 31 Jahre alte Koch und Ökotrophologe stellte mit den diesen Pfadis, die 13, 14 sowie 15 Jahre alt sind und sich „Görmits“ nennen, aus dem Obst Smoothies her. Gleichzeitig bereiteten 15 andere Pfadis ein italienisches Menü zu, von Bruschetta mit Knoblauch und „Salata Mista“ als Vorspeise, Spaghetti Carbonara als Hauptgericht und eine Mascarponecreme mit Erdbeeren als Nachtisch. Angeleitet wurden sie von der 15 Jahre alten Franca Del Ben, deren Vater Andrea Del Ben Italiener ist und mit seiner Frau Agens Teilmans in Schaephuysen lebt. Das gemeinsame Kochen ist Teil der Jahresaktion „vollkostbar“, die vom Bundesverband Deutsche Pfadfinder St. Georg für 2019 ausgerufen wurde. Darin stehen Bewegung, Ernährung und Gesundheit im Mittelpunkt. Der Rheurdter Stamm der Pfadfinder hat den Klimaschutz vor Ort dazu genommen. So säten die Pfadfinder am Heideweg eine Blühwiese aus. „Hugo Deselaers hat uns die Fläche kostenlos zur Verfügung gestellt“, erzählen Julian Thielmann (31) und Maurice Büchner (26), die beiden Vorsitzenden des Rheurdter Pfadfinderstammes. „Die Jungbauernschaft hat uns den Samen gestiftet.“

15 Wölflinge der Gruppe Silberlinge, die im Grundschulalter sind, besuchten Imker Frank Hoffmann und schauten sich das Leben der Bienen an. 15 Gecko-Flitzer, ebenfalls Wölflinge, besichtigten die Gemüsegärtnerei von Markus van Cleef, der zum Beispiel Gurken und Tomaten anbaut. Außerdem wanderten die Rover, die im Oberstufenalter sind, zu befreundeten Stämmen nach Hartefeld bei Geldern und Xanten. Wie bei einem Sponsorenlauf erhielten sie für die gelaufenen Kilometer Spenden. Am heutigen Mittwoch die Görmits wieder. „Das Essen ist mit Köttbullar, Kartoffelpüree und Chokladbollar schwedisch“, sagte Johanna Richter (26). „Ich habe in Wisby auf Gotland Nachhaltigkeitsmanagement studiert und mit dem Master abgeschlossen. Gemeinsam Essen zuzubereiten und gemeinsam zu essen, ist gut für den Zusammenhalt in einer Gruppe.“ Das habe sie auch als Leiterin des Sommerlagers in Astert bei Hachenburg im Westerwald festgestellt, bei dem in über 100 Pfadfinder dabei waren.

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