Neukirchen-Vluyn/Moers: Gute Resonanz beim Radwandertag

Neukirchen-Vluyn/Moers : Gute Resonanz beim Radwandertag

Deutlich bessere Teilnehmerzahlen als im vergangenen Jahr melden die Organisatoren aus der Grafschaft. Die Radler machten sich aber erst auf dem Weg, als der Schauer zum Start vorbei war. Eine neue Kurzstrecke kommt gut an.

50 Radler trafen am Sonntag gegen 10 Uhr auf dem Leineweberplatz in Neukirchen-Vluyn ein, um zum 24. Niederrheinischen Radwandertag zu starten. In manchen Jahren begannen dort zu dieser Zeit doppelt so viele Radler. "Beim Start um 10 Uhr waren es erheblich weniger", sagte Pressesprecher Frank Grusen. "Ab 11 Uhr waren es aber deutlich mehr als sonst. Die Marke von 200 Startern vom vergangenen Jahr überschreiten wir klar. Viele sind erst später losgefahren, als das Wetter stabiler war."

Schließlich hatte es am Sonntagmorgen ein Gewittergrollen gegeben. Zudem hatte es geregnet. Beim offiziellen Start durch Bürgermeister Harald Lenßen in Neukirchen-Vluyn war es immerhin trocken. Wie in den anderen 73 Städten und Gemeinden am Niederrhein, die sich am Radwandertag beteiligen, kann man drei unterschiedliche Teilnehmerkreise ausmachen: Der größte Kreis sind Vereine und Gruppen, die regelmäßig dabei sind. "Wir starteten mit 15 Radlern von der Abteilung Fitness und Trendsport der Sportgemeinschaft Neukirchen-Vluyn", berichtete der stellvertretende Bürgermeister Kurt Best.

Diese Gruppe hatte Tour 17 im Visier, die 45 Kilometer lang ist. Sie führt von Vluyn über Rheurdt nach Kamp. Über Lintfort, die Dong und Hülsdonk geht sie weiter nach Moers. Vom dortigen Neumarkt läuft sie über Neukirchen nach Vluyn zurück.

Ein zweiter große Kreis sind Familien mit Kindern. Für sie hatte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) erstmals eine Kurzvariante der Tour 17 markiert, die nur 20 Kilometer lang war. Sie verband Neukirchen-Vluyn sowie Kamp-Lintfort und kam auch bei einigen älteren Fietsfreunden gut an. Ein dritter Kreis sind Einzelfahrer, die zum Teil die Routen abändern und neu miteinander verbinden.

Sie kommen zu den Knotenpunkten, die immer auch Start- und Zielorte sind, um sich ihre Karte abstempeln zu lassen, mit der sie später an einer Tombola teilnehmen können. "Wir hatten eine Fahrerin, die vier verschiedene Routen von Duisburg nach Arcen miteinander kombiniert hat", sagte Frank Grusen.

Auch in Moers war der Start schwach, ebenso wie in Neukirchen-Vluyn. "Diesmal sind 60 Radler um 10 Uhr gestartet", sagte der Moerser ADFC-Sprecher Volker Vorländer am Startpunk auf den Moerser Neumarkt. "Im vergangenen Jahr waren es 120 zum Start. Einige haben sich zunächst vom Wetter abhalten lassen. Sie sind aber später gekommen."

Genauso sah es in Kamp-Lintfort aus. "Um 10 Uhr sind nur 30 Radfahrer losgefahren", berichtete ADFC-Mitglied Heinz Engels. "2014 waren es mit 80 wesentlich mehr." Dafür seien es danach mehr gewesen, so dass 2015 ein Jahr mit guter Resonanz sei.

(got)
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