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Neukirchen-Vluyn: Gute Aussichten für neue Nahversorger

Neukirchen-Vluyn : Gute Aussichten für neue Nahversorger

Die Verhandlungen für die Ansiedlung von Geschäften für Neukirchen und Niederberg verlaufen vielversprechend.

Die geplante Ansiedlung von Nahversorgern im Dorf Neukirchen und auf Niederberg sind laut Harald Lenßen auf einem guten Weg. Der Bürgermeister von Neukirchen-Vluyn gab nun in einem ausführlichen Pressegespräch Auskunft über die wichtigsten Entwicklungen in der Stadt. Oben auf der Liste stehen die Entwicklung des neuen Stadtteils Niederberg und das "Integrierte Handlungskonzept" für den Ortskern von Neukirchen. Harald Lenßen betonte: "Die Entwicklung im Dorf Neukirchen hat Priorität. Wenn Neukirchen nicht entwickelt wird, dann wird auch Niederberg nicht entwickelt." Seit der Kaiser's-Markt vor einigen Monaten an der Hochstraße im Dorf schloss, fehlt den Bürgern ein Geschäft für den täglichen Einkauf. Doch die Aussichten für eine Neuansiedlung seien gut, sagte Lenßen. Standort wird hauptsächlich ein Grundstück des Neukirchener Erziehungsvereins sein, dem die Stadt einige Flächen an der Mozartstraße hinzufügt, um es zu arrondieren.

"Derzeit wägt der Erziehungsverein und vier Bewerbern ab, eine Entscheidung wird voraussichtlich im November fallen", berichtete der Bürgermeister. Namen könnten natürlich noch nicht genannt werden. Sollten die Verhandlungen gut laufen, dann müsste der Rat noch den Bebauungsplan an Ort und Stelle ändern. Realistisch könnte der neue Nahversorger dann im Jahr 2016 öffnen.

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Doch auch Niederberg, der neue Stadtteil auf dem ehemaligen Zechengelände, soll ein solches Geschäft bekommen. Lenßen ließ durchblicken, dass Anbieter, die ein Auge auf das Dorf Neukirchen geworfen haben, auch Niederberg interessant finden.

Besorgt hatte sich vor einigen Wochen die Grünen-Fraktion über einen großen Nahversorger auf Niederberg geäußert. Dieser könne negative Folgen für die Geschäfte in den Ortskernen von Vluyn und Neukirchen haben. Lenßen sieht diese Gefahr nicht. Der Standort auf Niederberg soll räumlich klar begrenzt sein. "Die Empfehlung der Verwaltung besagt: nicht mehr als 1800 Quadratmeter." Allerdings formulierte Lenßen vorsichtig, dass der Edeka-Markt an der Max-von-Schenkendorff-Straße voraussichtlich "wenig Entwicklungspotenzial" haben werde.

Die hoffnungsvollen Entwicklungen im Dorf Neukirchen und auf Niederberg seien nicht die einzigen guten Nachrichten, erklärte Harald Lenßen. Nahezu alle wichtigen Ziele habe die Verwaltung erreichen können: Die Stadt habe die Einwohnerzahl gehalten, die Schullandschaft werde gestärkt, es gebe mehr Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Nur ein Ziel habe man noch nicht erreicht: Das strukturelle Defizit des Haushalts auszugleichen, trotz aller Sparmaßnahmen, die zuletzt durch den Rat verabschiedet worden waren (die RP berichtete). "Wir sind als Kommune leider zum Teil abhängig von Faktoren, die wir nicht bestimmen können", sagte Lenßen und verwies auf die Schlüsselzuweisungen und die Kreisumlage. Derzeit liegt das Defizit bei rund sechs Millionen Euro.

(RP)