Glasfaser-Ausbau in Rheurdt – so geht es weiter

Schnelles Internet : Glasfaser-Ausbau in Rheurdt – so geht es weiter

Die Außenbereiche werden 2020 angeschlossen. Ein neues Tiefbauunternehmen wird eingesetzt.

(got) Der Glasfaserausbau geht weiter. In den nächsten Wochen startet der Ausbau zwischen der Nikolauskirche und dem Ortsausgang Rheurdt. Außerdem erhalten 2020 Gebäude in den Außenbereichen schnelles Internet.

Die Deutsche Glasfaser Holding GmbH verlegt ihr Breitband-Glasfasernetz in Teilen von Kengen, an der Klotenstraße nahe des Oermter Berges, an der Kirchstraße bis zur Wochenendhaussiedlung, am Landwehrweg, an der Moerser Straße, an der Rayener Straße, am Littardweg, an der Neufelder Straße und in Teilen von Saelhuysen. Außerdem bringt in Lind die Deutsche Telekom ein Glasfaserkabel in den Boden. Dieses endet allerdings an den Kabelverzweigern, um von dort die Signale über Kupferkabel, dessen Leistung durch Vectoring erhöht wird, weiterzuleiten.

„Die Deutsche Glasfaser wird viele Gebäude im Außenbereich anschließen, aber sicherlich nicht alle“, berichtet Klaus Kleinenkuhnen von einem Gespräch mit dem Borkener Unternehmen. Isoliert liegende Gebäude könnten keinen Anschluss erhalten. Für Bauernhöfe und Gärtnereien sei das schnelle Internet wichtig, weil sie viele graphische Daten übertragen würden.

Der Ausbau soll im Mai 2020 begonnen, um im November 2020 abgeschlossen zu sein. Er kostet 1,8 Millionen Euro, von denen die Gemeinde gut 180 000 Euro, also zehn Prozent, selbst zu tragen hat. 90 Prozent übernehmen Bund und Land. Der Ausbau ist Teil des Projektes „Geförderter Breitbandausbau“ des Kreises Kleve für Außenbereiche. 15 der 16 Kommunen des Kreises Kleve unterzeichneten dazu im Februar 2017 einen Kooperationsvertrag, außer die Gemeinde Kranenburg, die eine andere Bezuschussung erhält.

Dadurch fließen 30 Millionen Euro vom Bund und 24 Millionen Euro vom Land in den Breitbandausbau, die die 15 Kommunen mit sechs Millionen Euro Eigenanteil auf 60 Millionen Euro aufstocken. Beim Ausbau arbeiten diese Kommunen mit der Deutschen Glasfaser zusammen, die den Kreis vom Süden aus aufrollt. Ab September dieses Jahres verlegt sie Glasfaser im Außenbereich von Wachtendonk. Im Dezember will sie in Straelen beginnen, um im März nächsten Jahres in Kerken und ab Mai in Rheurdt zu starten. Für den Ausbau setzt die Deutsche Glasfaser ein neues Generalunternehmen. „Das ist erfahrener, als das bisherige“, weiß der Rheurdter Bürgermeister.

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