Neukirchen-Vluyn: Gespräche über den Vluyner Platz starten

Neukirchen-Vluyn : Gespräche über den Vluyner Platz starten

Am Samstag wird die Verwaltung mit den Anliegern über die Möglichkeiten einer Sanierung sprechen. Dabei wird es voraussichtlich nicht nur um mögliche Kaufpreise gehen, sondern auch um eine attraktive Neugestaltung der Fläche.

Als der Vluyner Platz im Januar 2013 wegen Frostschäden gesperrt wurde, herrschte in der Stadt Einigkeit: Es muss etwas geschehen, eine Sanierung ist nötig. Am kommenden Samstag nun werden sich Verwaltung und Politik mit den Anwohnern zusammensetzen und eine Lösung zu suchen.

"Für den Workshop am Samstag sind alle Anlieger des Vluyner Platzes eingeladen", erklärt Ekkehard Deußen, der technische Beigeordnete. Außer ihm werden für die Verwaltung der Bürgermeister sowie Vertreter des Tiefbauamtes und der Wirtschaftsförderung dabei sein. Außerdem sind die politischen Fraktionen vertreten. "Im Rahmen des Moderationsverfahrens wurden bereits im Vorfeld die Stimmungen und Interessen vieler weiterer von der Thematik Betroffener abgefragt", erläutert Deußen. Am 22. März soll es einen Workshop für alle interessierten Bürger, die Vereine und andere Institutionen geben.

Eine Sanierung des Platzes ist nicht so einfach, denn nur der Kern gehört der Stadt, die umliegenden Parzellen dagegen den Grundstückseigentümern. Angebote der Stadt, die gesamte Fläche zu erwerben, scheiterten bislang.

Welchen Ansatz die Verwaltung nun verfolgen wird, dazu wollte sich der Beigeordnete gestern noch nicht äußern, denn dies sei nicht fair gegenüber den anderen Teilnehmern. "Rechtliche Angelegenheiten, wie gutachtlich festgelegte Grundstückswerte und die Höhe der festzusetzenden Anliegerbeiträge" seien ohnehin nicht diskutabel.

Es wurde im vergangenen Jahr nicht nur über die Pflasterung, sondern auch über das Ambiente des Platzes diskutiert, das viele als altmodisch und etwas trist empfinden. "Auch darüber soll gesprochen werden", sagt Ekkehard Deußen. Anregungen der Anlieger und Eigentümer würden berücksichtigt. "Gemeinsam mit den Teilnehmern des Workshops werden wir die erarbeiteten Vorschläge, in die selbstverständlich auch der Input aus dem Moderationsverfahren eingeflossen ist, vorstellen und diskutieren." Es müsse nicht unbedingt eine teure Lösung her, um den Platz ansprechender zu gestalten, sagt Deußen. Was die Neugestaltung des Pflasters betrifft, "möchten wir mit breitem Konsens auf Grundlage der hier vorherrschenden Randbedingungen abstimmen." Wie kostspielig das alles wird, sei derzeit nicht zu sagen, es hänge von der Art der Ausstattung und der Pflasterung ab.

Der FDP-Ortsvorsitzende Norbert Wehren wird als Anlieger bei den Gesprächen dabei sein. Unter den Eigentümern sei man sich einig, dass die bisherigen Kaufangebote zu niedrig angesetzt waren, lautet seine persönliche Einschätzung. "Vielleicht könnte man an der Schraube der Anliegerbeiträge drehen", meint er.

Wehren würde es begrüßen, wenn die Attraktivität des Platzes gesteigert würde. "Es ist schließlich der einzige große Platz in Neukirchen-Vluyn, der wirklich belebt ist." Natürlich werde man über die Kosten reden müssen, aber am Ambiente zu sparen, bedeutet nach Wehrens Meinung, am falschen Ende zu sparen — letztlich komme diese Ausgabe der ganzen Stadt zugute.

(RP)
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