Gemeindepolitik: Neue Wähler Initiative Rheurdt legt Wahlprogramm vor.

Gemeindepolitik : Neue Wähler-Initiative Rheurdt legt ein Wahlprogramm vor

Samt Satzung und Parteiprogramm-Entwurf laden die Initiatoren zu einem Vorbereitungstreffen am 4. November ein.

„WIR“ soll die neue Partei heißen. Das ist Kurzform für „Wähler-Initiative Rheurdt“. Von den bestehenden Parteien sind die Initiatoren enttäuscht und wollen auf mehr Bürgernähe setzen. In einem ersten Schritt haben sie nun Entwürfe für eine Parteisatzung, ein Parteiprogramm und ein Wahlprogramm vorgelegt, mit dem man bereits zur Kommunalwahl 2020 antreten will. Außerdem steht der Termin für das Vorbereitungstreffen zur Gründungsversammlung: Interessenten kommen am Montag, 4. November, um 19 Uhr in die Gaststätte „Zur Linde“, Hauptstraße 22 in Rheurdt Schaephuysen.

Anstelle des Fraktionszwangs im etablierten Parteiensystem wollen die „WIR“-Gründer auf „eine offene Organisation“ setzen, so heißt es in der Präambel zum Wahlprogramm. Dort sind vier Oberthemen genannt, um die sich die Wähler Initiative kümmern will: Straßenverkehr, Kinder und Jugend, Wohnen und Lebensqualität.

Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer sowie weniger Verkehrslärm sind die Schlagwörter zum Thema Straßenverkehr. Den Heranwachsenden will WIR mehr Aufenthalts- und Entfaltungsmöglichkeiten verschaffen und für saubere Spielplätze sorgen. Unter dem Punkt „Wohnen“ steht zusätzlicher Wohnraum an erster Stelle – was ein weiteres „Ausbluten“ der Gemeinde verhindern und Gewerbe und Handel vor Ort attraktiv halten soll. Außerdem müsse die „unsinnige Wohnrechtseinschränkung“ für Bewohner voll erschlossener Häuser entfallen. Der Ausbau von Grünanlagen und die Aufwertung durch Gastronomie – sowie Ausweitung und Verbesserung von Spazierwegen sollen für mehr Lebensqualität in Rheurdt sorgen.

Neben diesen ersten Forderungen haben die WIR-Initiatoren um Alf Bockheim eine mögliche Parteisatzung und einen ersten Vorschlag für ein Parteiprogramm vorgelegt. Beim Vorbereitungstreffen soll mit Interessenten besprochen werden, ob man auf dieser Basis zu einer Gründungsversammlung für die neue Partei einladen kann.