Gemeindeplanung in Rheurdt: Operation am Herzen von Schaephuysen.

Gemeindeplanung in Rheurdt : Operation am Herzen von Schaephuysen

Zwei Häuser sollen an die Stelle einer massiven Neubebauung treten. Nun haben die Fraktionen das Wort.

Zwei eher schlanke, der Umgebung angepasste, zweieinhalbgeschossige Häuser. Eine Blickachse zum künftigen Siedlungsgebiet Zimmermannshof. Ein Bürgermeister-Beelen-Platz mit der Chance zum Verweilen und einem stattlichen Dorfbaum – Linde oder Eiche – in der Mitte. Das sind die wesentlichen Elemente für die Neugestaltung des Herzes von Schaephuysen. Entsprechende Pläne für den Bereich Pastoratstraße/Grünstraße sah der Stadtrat am Montagabend zum ersten Mal. In den Fraktionen wird nun weiterberaten.

Noch stecken in den Plänen des Moerser Ingenieur- und Planungsbüros Lange viele Platzhalter, die jetzt konkret gestaltet werden müssen. Die beiden neuen Häuser beispielsweise sind an die Stelle der zuvor doch sehr massiven und deshalb heftig kritisierten Neubauten gerückt. Die deutlich passgenauere Bauweise hat ihren Preis: Pro Haus wird es um die sechs Wohneinheiten geben können. Da es sich um städtischen Grund handelt, sollen diese Wohnungen bezahlbar sein – und altengerecht. Sorgen bereitete den Politikern im Rat die Erschließung des Siedlungsgebietes Zimmermannshof. Sollen sich in einigen Jahren die dortigen Bewohner über den Bereich Pastorat-/Grünstraße quälen müssen? Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen sagte klar: „Nein. Zur Erschließung des Siedlungsgebietes gebe es die Zufahrtmöglichkeiten über Gartenstraße oder Königsstraße.“ Die Verbindung zum Zimmermannshof solle in erster Linie für Fußgänger und Radfahrer bestehen.

Frank Hoffmann von den Grünen fragte nach Ideen für die Anbindung der Pfarrkirche St. Hubertus. Dazu müsse man sich einen Überweg über die Hauptstraße überlegen. An dieser Stelle habe Straßen NRW das Sagen, weil es sich bei der Hauptstraße um eine Landstraße handele, sagte Bürgermeister Kleinenkuhnen. Zwischen 2000 und 3000 Fahrzeuge würden an dieser Stelle pro Tag gezählt. Sicherlich könne man mal über eine andere Farbe für den Asphalt nachdenken. Pflastersteine jedoch kämen seiner Einschätzung nach nicht in Frage: „Und wir müssen uns klar darüber sein, dass die Gemeinde an dieser Stelle für die Kosten aufkommen müsste.“