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Gemeindeentwicklung: Rheurdt kämpft intensiv um neue Baugebiete.

Gemeindeentwicklung : Rheurdt kämpft intensiv um neue Baugebiete

Die Ökogemeinde wäre gerne beim Sonderprogramm „Mehr Wohnbauland am Rhein“ dabei gewesen. Doch daraus wird nichts.

Die Gemeinde versucht seit Jahren, neue Wohnbaugebiete auszuweisen. Eine Chance sah sie im Sonderprogramm des Regionalrates Düsseldorf, das unter dem Namen „Mehr Wohnland am Rhein“ den Wohnungsmarkt in Düsseldorf und Umgebung entlasten soll. Sie meldete für den Regionalplan Düsseldorf die Fläche „Im Wehrlingsbruch“ in Rheurdt an, die sich zwischen dem Auffahrtbogen zur B 510 und der stillgelegten Bahnlinie zum Oermter Berg erstreckt, sowie eine, die rings um den Zimmermannshof am südlöstlichen Dorfrand in Schaephuysen liegt. Doch beide Flächen werden von der Bezirksregierung nicht als „Allgemeiner Siedlungsbereich“ anerkannt, wie Udo Hövelmans als Fachbereichsleiter für Planen und Bauen und sein Stellvertreter Rolf Spengel kürzlich bekanntgaben.

„Die beiden Flächen sind glatt durchgefallen“, teilte Udo Hövelmans im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Ökologie mit. Die Bezirksregierung habe die angemeldeten Flächen einem Ranking unterzogen, bei der vor allem die schnelle Realisierbarkeit entscheidend gewesen sei. „Unter dieser Voraussetzung schätzt die Verwaltung das Ergebnis als schlüssig ein“, sagte der Fachbereichsleiter. Zum Beispiel sei im Wehrlingsbruch die verkehrliche Erschließung schwierig und nicht sofort umzusetzen. Nachdem die Gemeinde mit diesen beiden Flächen nicht in den Regionalplan Düsseldorf aufgenommen wurde, beschloss der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Ökologie, eine Stellungnahme abzugeben.

Die Gemeinde kritisiert darin, in Schaephuysen sei kein „Allgemeiner Siedlungsbereich“ dargestellt. Dadurch ergebe sich „eine Benachteiligung des ländlichen Raumes“. Schon mit Schreiben aus den Jahren 2013 und 2016 sowie Gesprächen habe die Gemeinde auf das Wohnbaulandmodel hingewiesen, für das sie Planungsspielraum benötige, aber in Schaephuysen gering sei.

Bei diesem Modell kaufe die Gemeinde Grundstücke zu einem festen Preis auf, lasse sie erschließen und vermarkte sie ohne Gewinnabschöpfung. Bis auf die Grünen stimmten die Fraktionen der Stellungnahme zu. Der Wehrlingsbruch solle nicht bebaut werden“, begründete Grünen-Fraktionsvorsitzender Frank Hoffmann diese Entscheidung.