Gartenkultur in Rheurdt: So können Beete vor den Häusern aussehen.

Vortrag im Öko-Dorf : Gartenkultur in Rheurdt: So können Beete vor den Häusern aussehen

Gartenberater Philippe Dahlmann zeigt in einem Vortrag am 10. Oktober pflegeleichte und ökologische Alternativen zu den Steinwüsten vor den Häusern.

Diskussionen um Vorgärten und Steinwüsten müssen mehr Tiefgang erreichen – fordern Experten. Denn Deutschlands Vorgärten werden zu Steinwüsten! Diese ökologisch bedenkliche Entwicklung kann Gartenberater Philippe Dahlmann vom Verband Wohneigentum NRW zunehmend beobachten. Deshalb hat er es sich zur Aufgabe gemacht, Lösungen für den idealen und biologisch einwandfreien Vorgarten zu erarbeiten.

Vorstellen wird Dahlmann seinen Ansatz am 10. Oktober im Rahmen eines etwa zweistündigen Vortrags beim Verein für Gartenkultur und Heimatpflege Schaephuysen, Hauptstraße 39. Helmut Stehr vom Kreisverband Kleve im Verband Wohneigentum NRW und Claudia Koschare vom Verein für Gartenkultur und Heimatpflege konnten Dahlmann für diesen Abend gewinnen. Dahlmanns Vortrag gilt deutschlandweit als einer der ersten und wenigen zu diesem brandaktuellen Thema. Er geht dabei auch auf Themen ein, die bisher in den Diskussionen um Vorgärten, Steinwüsten und Insektenrückgang noch nicht berücksichtigt wurden.

Seit Ende der 1990er Jahre „gestalten“ mehr und mehr Hausbesitzer ihre Vorgärten und Gartenbeete um. Kies, Steine und Schotter ersetzen die Pflanzen und sollen so den Pflegeaufwand für die Eigentümer reduzieren. Doch die Erfahrungen zeigen, dass die monotonen Steingärten zu einer drastischen Verarmung der Tier- und Pflanzenwelt beitragen. Und diese Entwicklung wirkt sich insgesamt negativ auf das Kleinklima aus.

Umgekehrt weiß Dahlmann, was zu vermeintlich schlechten Erfahrungen mit grünen Vorgärten geführt hat. Vielfach wurden die falschen Pflanzen für die jeweiligen Standorte gesetzt. Aus Unkenntnis berücksichtigten die Hobbygärtner dabei nicht, welche Ansprüche diese Pflanzen an Boden, Licht und Luftzirkulation haben. In seinem Vortrag zeigt Philippe Dahlmann deshalb auf, wie der ideale Vorgarten aussehen kann: Er soll pflegeleicht sein, aber dennoch der Artenvielfalt dienen. Deshalb kommt es ganz entscheidend auf die Auswahl der richtigen Pflanzen an.– und natürlich die richtige Pfege.

Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro, Vereins- und Verbandsmitglieder zahlen nichts. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Deshalb wird um eine verbindliche Anmeldung bis zum 4. Oktober gebeten bei: Mario Gürtner Telefon 02845 609835, oder Claudia Koschare, 02845 3098570.

(dne)
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