Neukirchen-Vluyn: Galerie wird zum "Wunderland"

Neukirchen-Vluyn: Galerie wird zum "Wunderland"

Gabriele Berndt-Bathen und Gerrit Klein eröffneten gestern ihre Ausstellung "Wunderland" in der Galerie Optik Engelke in Neukirchen. Ein Perspektivenwechsel, wie Gabriele Berndt-Bathen mit Blick auf die Ausstellung meint.

"Sonst stehen in unserer Kunstschule die Arbeiten unserer Schüler im Mittelpunkt", sagt die Kunstschulmitbegründerin. "Jetzt bekommen unsere Besucher einen Endruck von unseren Arbeiten und erfahren, woher wir unsere Impulse bekommen."

Über Maria Engelke, die die Kunstschule seit vielen Jahren kennt, entwickelte sich die Idee, zwei so unterschiedlich arbeitende Künstler zu zeigen. Besucher erleben in den Galerieräumlichkeiten an der Andreas-Bräm-Straße Ölarbeiten, die Namen tragen wie "Schilf am See" oder "Bergauf". Dazu treten die Arbeiten beinahe lebensgroßen Skulpturen von Gerrit Klein in Beziehung.

Sie verfehlen ihre Wirkung nicht, sorgen für Gesprächsstoff, wenn das Kleine dem Großen begegnet, das Weite dem Nahen. Landschaften, die kurz vor der Abstraktion stehen und in Wechselwirkung zu Plastiken wie "Rotkäppchen" oder dem sitzenden Buddha treten.

  • Was der Rat von Neukirchen-Vluyn vor Jahresschluss noch wegarbeitete : Glück auf, der Ampel-Steiger kommt!

Das genaue Hinsehen bei den Skulpturen Kleins offenbart die Verschiedenheit der Materialien, die, so der Anschein, aus einem Guss sind. Einzelne Dinge des alltäglichen Lebens, die Kunstschulmitbegründer Klein kombiniert und für ihn die eigentliche Herausforderung darstellen. "Das Runde mit dem Eckigen sorgt für eine unglaubliche Spannung", sagt Klein und weist auf die Skulptur Alice hin, die der Ausstellung den Namen "Wunderland" gab.

Erst auf den dritten oder vierten Blick offenbart sich zur eigentlichen Botschaft der Alice, die der Autor Lewis Carroll schuf, das Material in seiner neuen Funktion. Die zehn Figuren, die Klein darstellt, begleiten ihn seit Kindesbeinen. Heute kategorisiert er sie aus künstlerischer Sicht. Dabei erklärt er sich die Welt, greift auf die Welt der Mythen zurück, nimmt Anleihen aus der Antike und erzählt über seine Plastiken, wie er Symbole und Zusammenhänge netzwerkartig zusammensetzt. Die Ausstellung ist bis zum 31. Juli geöffnet. Besichtigungstermine sind nach Vereinbarung unter 02845 377377 möglich.

(sabi)
Mehr von RP ONLINE