Festival in Neukirchen-Vluyn: Himmlisch Tanzen auf dem Hügel

Festival in Neukirchen-Vluyn : Himmlisch Tanzen auf dem Hügel

Vier Bühnen, 29 internationale Top-DJs: Das „Heaven & Hill“-Festival lockte am Wochenende mit elektronischer Musik und großen Namen auf die Halde Norddeutschland.

An diesem Tag hört man es schon von Weitem: Auf der Halde Norddeutschland ist wieder etwas los. Das verraten auch das große weiße Zelt und der laute Bass. Nur wenige Wochen nach dem „Dong Open Air Festival“ ertönen diesmal allerdings ganz andere Klänge. Statt Metall gibt es elektronische Musik. „Heaven uand Hill“ – auf Deutsch: Himmel und Hügel – heißt das Festival, das am Samstag von 13 bis 23 Uhr auf dem Gipfel der Halde zum Tanzen einlud. Mit 102 Metern Höhe ist die Halde die höchste „Open Air“-Location am Niederrhein.

Das „Heaven and Hill“ steht für eine Mischung der bekanntesten elektronischen Musikstile. Deshalb gibt es auf dem Festivalgelände nicht nur eine, sondern gleich vier Bühnen. Bei stürmischem Wetter aber ansonsten sommerlichen Temperaturen werden dort den ganzen Abend lang gleichzeitig verschiedene Musikstile aufgelegt. Auf der sogenannten Yellow Stage, der gelben Bühne, werden die Genres Progressive & Psychedelic und Goa gespielt. Dabei handelt es sich um Stilrichtungen mit heftigen Beats in diversen Rhythmen und psychedelischen Soundeffekten.

„Goa ist schon etwas ganz Spezielles. Ich kenne es sonst nur von Partys in Kellern und in dunklen Clubs. Es ist ungewohnt und komisch, aber auch toll, die Musik auch mal unter freiem Himmel zu erleben”, sagt Christian, ein Besucher des Festivals. Er steht schon seit seiner Kindheit ausschließlich auf elektronische Musik. „Ich bin ein Kind der frühen Neunziger. Damals wurde Techno und andere elektronische Musik grade richtig populär“, sagt er. „Da habe ich, und ich denke, viele andere die heute hier sind, ihre Liebe zu dieser Musik entdeckt.“

Die Black Stage, also die schwarze Bühne, bietet Hardstyle und Rawstyle. Dort geht es, im Vergleich zur Yellow Stage, wesentlich härter und weniger melodisch zu. Bei der Silver Stage, der silberne Bühne, wird es wohlbekannt mit Techno und Tech-House. Dort kann ausgelassen zur Musik getanzt und bei minimalistischem und lockerem Tech-House sogar etwas entspannt werden. EDM, Melodic, Electro und Future House werden auf der Red Stage, der rote Bühne, aufgelegt. EDM steht für Electronic Dance Music, also elektronische Tanzmusik. Headliner des Festivals sind Jay Lumen und Atmozfears, ein aus den Niederlanden stammendes Musikprojekt. „Ich persönlich bin nicht wegen den bekannten Künstlern hier, sondern einfach weil mir die Umgebung und die Stimmung hier so gut gefallen. Man kann so viel verschiedene Musik gleichzeitig erleben. Das hat man selten“, sagt Besucher Mirko Leuthner. Im Eintrittspreis inbegriffen ist auch die freie Hin-und Rückfahrt mit VRR-Verkehrsmitteln. „Ich war erst echt besorgt ob ich es überhaupt hier hin schaffe, denn ich bin aus Bielefeld angereist. Ab dem Bahnhof in Moers fuhren aber zum Glück Shuttlebusse bis zur Halde“, sagt Besucherin Hannah Mahlich.

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