Rheurdt: Fastelovend: Karneval wie bei Muttern

Rheurdt : Fastelovend: Karneval wie bei Muttern

Die Rheurdter feierten mit handgemachtem Karneval gleich zwei tolle Kostümsitzungen in der Turnhalle.

Die Rheurdter haben an diesem Wochenende ausgiebig gefeiert, das Programm vom Kleinfastelovend sorgte für ausgelassene Stunden in der Turnhalle. Die bunte Mischung macht den Erfolg seit Jahren aus. Von wegen eingekaufte Karnevalskünstler. Selbst sind die Rheurdter, die mit handgemachtem Karneval und vielen Beiträgen aus den eigenen Reihen für Frohsinn sorgten. In Rheurdt beschert der Karneval besondere Ein- und Rückblicke. Das Dorfgeschehen wird mit vielen Seitenhieben und Spitzen durch den Kakao gezogen.

Schon der Einmarsch mit Spielmannszug und den Rheurdter Regimentstöchtern stimmte das Publikum ein. Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen in überaus modischem Schuhwerk schlüpfte als Kapitän mit Sonnenbrille in eine neue Führungspostion und übernahm das Kommando.

Andreas Prokopp führte mit ihm durch das Programm. Was wäre der Kleinfastelovend ohne die Bänkelsänger, die mal eben in ihren Klatsch- und Tratschgeschichten lokale Ereignisse Revue passieren lassen? Klaus Kleinenkuhnen, Norbert Schwarzmann, Frank Witzdam und Johannes Post nahmen alles unter die Lupe. Ob das Schützenfest in Kengen, der Buchsbaum von Familie Köhler als Ausparkhilfe für motorisierte Eltern vor der Schule, die leere Backstube von Hoeps oder der nächtliche Feuerwehreinsatz in unmittelbarer Nähe. Die qualmende Pizzapfanne hatte bei der Feuerwehr im eigenen Gebäude den Alarm ausgelöst. Nichts verschonten die Bänkelsänger. Das nachbarschaftliche Verhältnis zu Schaephuysen bot ebenfalls genügend Stoff, aber Vorsicht. "Wir Rheurdter haben es in der Hand", sangen da frech die selbstbewussten Bänkelsänger. Schließlich lagern während der Renovierung der Schaephuysener St.Hubertus-Kirche die Sitzbänke in Rheurdt. Norbert Schwarzmann stieg wieder als "Der doofe Män" in die Bütt und berichtete von großen Ereignissen mit kleinem Schatten. Doch schon bald bereitete das närrische Volk in der Turnhalle einem Staatsgast einen gebührenden Empfang. Präsident Barack Obama war unter Einhaltung höchster Sicherheitsstufen kurzerhand auf der Aldekerker Platte gelandet, weil Berlin noch immer keinen neuen Airport hat. "Very nice", befand Obama Rheurdt. Er versprach militärische Hilfe gegen mögliche Feinde. Aber so ganz ohne eine Auszeichnung im Gepäck flog Obama nicht an den Niederrhein. Für sein Lebenswerk überreichte er Kleinenkuhnen einen Oscar. An der Schmuckspange mit Hütchen werden ihn fortan die Rheurdter erkennen. Elsbeth Möller sorgte für diese Überraschung aus der Neuen Welt. Die Synchronschwimmerinnen stiegen wieder ins Becken. Bereits von acht Jahren begeisterten sie.

Alte Hasen und junge Hüpfer, so lässt sich die Situation in der Rheurdter Session beschreiben. Jugend ging mit in die Bütt, tanzte, sang und brachte das Publikum in Stimmung. Das Männerballett der Freiwilligen Feuerwehr zeigte Bein, bevor sich dann alle Aktiven zum Finale auf der Bühnen versammelten, um sich vom Publikum zu verabschieden.

(RP)
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