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Erweiterung der „KomLog“ um die Stadt Geldern

Hauptausschuss in Rheurdt : Erweiterung der „KomLog“ – Stadt Geldern will mitmachen

Rheurdts Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen berichtete am Montagabend im Hauptausschuss über die Pläne.

Als die Gemeinde in Schaephuysen von der Hauptstraße einen Weg zur einstigen Schule bauen ließ, vergab sie den Auftrag nicht selbst, sondern ließ Ausschreibung und Vergabe über die „KomLog“ laufen. „Wenn es bei Vorhaben um Beträge geht, die über 15.000 Euro liegen, schalten wir sie meistens ein“, berichtete Rheurdts Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen am Montagabend im Hauptausschuss. „Die KomLog hat sich auf Vergaben von Dienstleistungen und Bauleistungen spezialisiert. Sie darf auch nachverhandeln, im Unterschied zu Kommunen.“

Dass die Gesellschaft für Kommunallogistik, interkommunale Einkaufs- und Vergabegesellschaft ihr Kürzel auflöst, war Thema der Sitzung, weil die Stadt Geldern in sie eintreten will. Die Gemeinde Rheurdt ist einer der Gesellschafter, denen die „KomLog“ gehört und dem Eintritt zustimmen muss, wie auch die Gemeinden Issum, Wachtendonk und Kerken sowie die Stadt Straelen. Die Gesellschafterversammlung hatte bereits beschlossen, die Stadt Geldern eintreten zu lassen, wenn die „KomLog“ personell wächst. Am Montag stimmte der Hauptausschuss in Rheurdt zu, wie voraussichtlich auch am kommenden Montag der Rat. Auch die Räte in den anderen Kommunen im Südkreis Kleve dürften eine Erweiterung bejahen.

Konkret will die „KomLog“ neben dem neuen Prokuristen Karsten Willems noch einen zweiten Handlungsbevollmächtigen einstellen. Außerdem sucht sie neben der Sachbearbeiterin Sandra Ludwigs noch eine zweite Sachbearbeiterin oder einen zweiten Sachbearbeiter, die jeweils 20 Wochenstunden für die Gesellschaft tätig sein sollen. Die zwei halben Stellen gab es schon vorher, von denen zurzeit aber eine unbesetzt ist. Geschäftsführer bleibt der Wachtendonker Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt.

Mit dem personellen Wachstum vergrößert sich der Raumbedarf der „KomLog“, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Deshalb ist sie im Wachtendonker Ortsteil Wankum in ein Gebäude an der Marienstraße 10 umgezogen, in dem sich einmal eine Filiale der Volksbank Krefeld befunden hatte. Ausschreibungen und Vergaben hat die „KomLog“ bereits heute fast vollständig digitalisiert.

Die „KomLog GmbH“ wurde im Jahr 2000 von den niederrheinischen Gemeinden Issum, Kerken, Rheurdt, Straelen und Wachtendonk ins Leben gerufen. Sie deckt das große kommunale Einkaufs- und Beschaffungswesen ab. Dazu zählen die Bereiche: Hoch- und Tiefbau, Gebäudesanierung,Gebäudereinigung und -unterhaltung, Büro- und Schulbedarf einschließlich IT, Kommunal- und Dienstfahrzeuge, Pflege, Errichtung und Ausstattung von Grün- und Sportanlagen, Feuerwehrbedarf und vieles anderes mehr. Die Gemeinden sind anteilig ihrer Einwohnerzahl an der „KomLog“ beteiligt.