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Neukirchen-Vluyn: Ein zweiter Rettungsweg für die Schüler

Neukirchen-Vluyn : Ein zweiter Rettungsweg für die Schüler

Die Brandschutzsanierung am Julius-Stursberg-Gymnasium ist während der Ferien abgeschlossen worden. Unter anderem wurden zweite Rettungswege nach dem gültigen Brandschutzkonzept in allen drei Schulen installiert.

Wenn heute, am ersten Schultag nach den Sommerferien, die Schüler ihr Julius-Stursberg-Gymnasium (JSG) über die Schulstraße betreten, werden sie eine Veränderung feststellen. Brandschutztüren wurden eingebaut. Im Notfall werden die Türen geschlossen oder "geschottet", so der Fachausdruck. Der nunmehr neue Fluchtweg führt direkt und sicher ins Freie. Das alles zeigte die Stadtverwaltung gestern bei einem Rundgang durch die Schule.

"Vorher hatten wir zwei innen liegende Treppenhäuser. Die Situation der zweiten Rettungswege erwies sich bei der Überprüfung als problematisch", sagt Jörg Fürtjes vom Hochbauamt, zuständig für alle Maßnahmen. Direkt mit Ferienbeginn startete die Brandschutzsanierung im Schulzentrum an den drei Schulen. Der ambitionierte Zeitplan klappte, gestern sorgten die Reinigungskräfte für den letzten Schliff. Zeitnah folgt der Anstrich, die neuen Pläne mit Flucht- und Rettungswegen werden noch in den Klassenzimmern aufgehängt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Duisburger Architekturbüro Kersting und Gallhoff die so genannten zweiten Rettungswege in den Schulen an der Tersteegenstraße unter die Lupe genommen. Das Brandschutzkonzept für die drei Schulgebäude, Haarbeck-Hauptschule, Theodor-Heuss-Realschule und Julius-Stursberg-Gymnasium, wurde erstellt, der Zeitplan getaktet.

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"Wir haben nach den Erkenntnissen und den Erfahrungen mit der Kulturhalle das Schulzentrum auf den Prüfstand gehoben", sagt Bürgermeister Harald Lenßen mit Blick auf das Neubau- und Sanierungskonzept. "Die Brandschutzsanierung im Schulzentrum haben wir deshalb vorgezogen. Im Gesamtvorhaben eine Kleinigkeit mit großer Wirkung. Der Neubau der naturwissenschaftlichen Räume wie der Mensa folgt im Laufe des nächsten Jahres." Der Sicherheitsgedanke auf allen Etagen an einem Ort wie beispielsweise dem JSG mit rund 1200 Schülern, habe Priorität, versichert Lenßen.

Erfahrung mache klug, neue Rettungswege sicher. Bedenken, dass mit dem anstehenden Erweiterungsbau ein neues Brandschutzkonzept mit weiteren baulichen Maßnahmen am JSG folgt, nochmals Kosten entstehen, weist der Bürgermeister zurück. Brandschutzsanierung, Gebäudesanierung und Erweiterung seien in allen Bauabschnitten aufeinander abgestimmt und schlössen alle Planungen inklusive der Raumorganisation der zukünftigen Gesamtschule ein. "Uns ging es um die Sicherheit. Wir verschwenden keine Gelder."

Rund 760 000 Euro kostet am Schulzentrum die Brandschutzsanierung. 170 000 Euro die Maßnahme am JSG, rund 267 000 Euro an der Haarbeck-Schule und - wegen der langen Flure - 324 000 Euro die Maßnahme an der Realschule, die noch Außentreppen bekommen wird.

Die Innenarbeiten sind dort ebenfalls erledigt. Die Kosten sind im Rahmen geblieben. Angepeilt war ein Investition von rund 900 000 Euro in den Brandschutz am Schulzentrum.

(sabi)