Ehrenringe der Stadt für verdiente Neukirchen-Vluyner

Ehrenringe für Neukirchen-Vluyner : Sie dienen der Stadt und ihren Bürgern

Sieben ehrenamtlich tätige Frauen und Männer haben vom Bürgermeister die Ehrennadel der Stadt erhalten.

Das Ehrenamt macht unser Zusammenleben sozialer und noch lebendiger: Auf diese Formel brachte es Bürgermeister Harald Lenßen. Im Vluyner Museum zeichnete er sieben Männer und Frauen mit der Ehrennadel der Stadt aus. Es war gleichzeitig eine Würdigung aller, die sich unentgeltlich für das Gemeinwohl und andere Menschen einsetzen. Wie viele es wohl sind? „Aktuell gibt es in Neukirchen-Vluyn 102 Personen mit einer Ehrenamtskarte“, sagte Lenßen. „Die Dunkelziffer der Ehrenamtlichen ist aber sicher um einiges höher.“ Er lud ehrenamtlich Tätige ein, sich zu melden, um von der Karte zu profitieren. Die neuen Träger der Ehrennadel sind:

Astrid Fiebich ist seit 35 Jahren ehrenamtlich unterwegs. Schon als 15-Jährige betreute sie die A-Jugend des SV Neukirchen. Später war sie 18 Jahre lang beim TuS Preußen 09 Vluyn aktiv, zuerst als Betreuerin der A-Jugend, dann als Vorstand der Seniorenabteilung und als Geschäftsführerin des Gesamtvereins. 2006 wurde sie Geschäftsführerin der Karnevalsgesellschaft Blau-Weisse Funken Neukirchen-Vluyn. Seit einiger Zeit ist sie auch Sprecherin des Arbeitskreises Marketing in Vluyn.

Erika Ingenbleek gehört mit Erika Haas, Karin Böhm und Moni Kampa zu den guten Geistern der Awo-Begegnungsstätte Oskar-Kühnel-Haus. „An vier Tagen in der Woche gibt es Veranstaltungen für – und von – Seniorinnen und Senioren. Ob die Begleitung des zweiwöchentlich stattfindenden Marktfrühstücks, die Durchführung der Stuhlgymnastik-Gruppe oder der Bingo-Nachmittag: Viele Ideen gehen auf das Konto der vier engagierten Damen, für die Sie heute stellvertretend stehen“, lobte Lenßen.

Helmut Drews gehört seit der Gründung der Behinderten-Sport-Gemeinschaft Neukirchen-Vluyn 1972 zu deren Ehrenamtlern. Lenßen in seiner Laudatio: „Neben Ihrem Beruf als Bergmann in ,unserer’ Zeche Niederberg haben Sie sich zum Übungsleiter ausbilden lassen und zahlreiche Sportlerinnen und Sportler angelernt und bei der Ausübung des Sports unterstützt – inzwischen über 40 Jahre.“ Der Verein hat heute rund 140 Mitglieder, davon 30 Prozent mit einer anerkannten Behinderung.

Jürgen Meier ist seit 1999 beim TuS Preußen Vluyn 09 in verschiedensten Funktionen aktiv. Seit 2009 bis zur Auflösung des Vereins in diesem Jahr war er Erster Vorsitzender. Seit 2007 ist er ebenfalls Schatzmeister im Förderverein der Stadtbücherei. Lenßen dankte ihm für seinen Beitrag zur „Entwicklung der Stadtgesellschaft in Sport und Kultur“.

Hans-Jörn Meiss ist seit 1984 Mitglied der Feuerwehr, er wurde 1994 zum Brandmeister und 2002 zum Stadtbrandinspektor befördert. Lenßen: „Als 1995 Not am Mann war, haben Sie ad hoc die Löschzugführung übernommen. Sie waren als kommissarischer stellvertretender Wehrführer sowie als stellvertretender Leiter der Feuerwehr tätig – insgesamt gut 18 Jahre. Die Löschzugführung haben Sie als Stellvertreter wahrgenommen, insgesamt rund 23 Jahre.“ Darüber hinaus ist Meiss im Katastrophenschutz aktiv.

Josef Schröder steht für die Tradition und Kultur der Bergleute. 35 Jahre lang arbeitete er unter Tage. Lenßen: „Unter den Kumpeln, so sagte man mir, zeichneten Sie sich durch Ihre hilfsbereite und bescheidene Art aus. Solidarität und Zusammenhalt lebten Sie vor, unter wie über Tage, mit Jung und Alt.“ Schröder ist Vorsitzender der Schlosserkameradschaft, der früheren „Freud- und Leidkasse“, die für gesellige Aktionen, aber auch für die kranken Kumpel oder deren Hinterbliebene sammelte. Er pflegt ein privates Bergbau-Archiv und macht Bergbau-Führungen – auch in Schacht IV in Moers.

Friedhelm Schürmann ist seit 1965 Mitglied des Kaninchenzuchtvereins R23. Er ist Meister im Zentralverband deutscher Rassekaninchenzüchter und Ehrenmitglied im Kreisverband Wesel-West. Bei Schauen hat er viele Preise gewonnen. Lenßen: „Eine Fachzeitschrift hat Sie einmal als ,Botschafter für die Rassekaninchenzucht im In- und Ausland’ betitelt. Dem habe ich nur wenig hinzuzufügen: Sie sind nicht nur Botschafter für die Rassekaninchenzucht, sondern auch für unsere Stadt Neukirchen-Vluyn.“

(RP)