Musikfestival auf der Halde Norddeutschland Mehrere Acts für das Dong Open Air 2024 stehen fest

Neukirchen-Vluyn · Behemoth, Die apokalyptischen Reiter oder Equilibrium lauten einige der Namen, die im Juli auf der Halde Norddeutschland rocken werden. Doch wer verbirgt sich dahinter?

Dong Open Air: Die ersten Bands 2024 - wer tritt auf?
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Diese Bands treten 2024 beim Dong Open Air auf

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Foto: @Grzegorz Golebiowski 2020

Vom 11. bis zum 13. Juli ist es wieder so weit: Auf der Halde Norddeutschland findet das 22. Dong Open Air, unter Fans nur „DOA“ genannt, statt. Mittlerweile stehen 22 Acts fest, die im Sommer nach Neukirchen-Vluyn kommen werden. Wir stellen sie vor.

Behemoth „Dunkle Wolken ziehen am Himmel auf und Blitze zucken über den Himmel, wenn Behemoth die Kultstätte Mount Moshmore für ihre ketzerischen Rituale missbrauchen“, beschreiben die Veranstalter des Dong Open Air die Band auf ihrer Website. Nergal, Seth, Orion und Inferno, wie sie sich mit Spitznamen nennen, traten sogar schon 2019 bei Rock am Ring auf. Ihre Musik lässt sich sowohl dem Black Metal als auch dem Death Metal zuordnen.

Blind Guardian Hans Kürsch, André Olbrich, Marcus Siepen und Frederik Ehmke kommen aus Krefeld. Die vier Männer haben vor über 40 Jahren eine Band gegründet, die seitdem gemeinsam Speed-/Thrash-Metal machen. Mit ihrer aktuellen Scheibe „The God Machine“ stieg die Band prompt auf den zweiten Platz der Charts ein.

Chaosbay Sie sind angeblich Deutschlands härteste Boyband und haben sich 2012 gegründet. Sie überzeugen mit cleanen Vocals und infernalen Growls plus Prog mit bleischweren Riffs und eingängigen Melodien.

Deserted Fear „Damals, 2012, war ein junges Trio aus Eisenberg (liebevoll ‚Iron Hill‘ genannt) bereit, sich vor den Ahnen der alten Death-Metal-Schule zu verneigen und ihnen zu zeigen, was Innovation bedeutet“, heißt es auf der Website der Band „Deserted Fear“. Manuel, Fabian und Simon eroberten in den vergangenen 14 Jahren die Bühnen Europas mit ihrer Death-Metal-Musik. 2019 waren sie schon einmal beim Dong Open Air, nun geht es mit der aktuellen Scheibe „Doomsday“ zurück auf die Halde.

Die apokalyptischen Reiter „Die 1995 gegründete Band hat sich vom Death Metal zu einem Act entwickelt, der sich mit seiner Mischung aus extremem Metal, folkloristischen und symphonischen Elementen sowie einem Gespür für eingängige Mitsing-Melodien nicht in eine Schublade stecken lässt“, heißt es so in etwa auf der Website der Band. Beim Dong Open Air bringen Fuchs, Volk-Man, Sir G. und Titus Maximus zum fünften Mal die Bühne zum Brennen.

Drone „Wo das Neo-Thrash-Geschwader ‚Drone’ zur Landung ansetzt, ist totale Eskalation angesagt. Vor 20 Jahren in Celle gegründet, kennen Drone nur eine Geschwindigkeit: Vollgas!“, schreiben die Veranstalter des Dong über die Band.

Dust Bolt Vier Jungs mit langen Matten zum „Headbangen“ – das ist die Band „Dust Bolt“. Sie fanden 2007 als Schülerband in Landsberg am Lech zusammen. Zweimal spielte die Band aus der Trash-Metal-Szene bereits auf der Halde. Dieses Jahr gibt es allerdings ein Update: „Sie verpassen ihrem Sound 2024 mit deutlich mehr cleanen Vocals und einer amtlichen Portion Rock’n‘Roll eine Frischzellenkur, die sich gewaschen hat“, heißt es auf der Website des Dong.

Elvellon Diese Band stammt aus der Heimat und hat dementsprechend eine kurze Anreise: „Elvellon“ kommen aus Moers. Das Quintett begeistert mit seinem orchestralen Bombast Goths und Metaller. „Die von der Fachpresse hochgelobten, episch-symphonischen Klangwelten und Frontfrau Neles Stimme sind Balsam für die Ohren und schaffen eine absolut einzigartige Atmosphäre“, so die Veranstalter des Dong.

Equilibrium Die Band war eine der ersten, die beim Dong Open Air auftrat – 2004 galten sie als Newcomer des Jahres. Unverwechselbar klingen sie mit ihrer Musik, einer Mischung aus furiosen modernen Metal-Sounds mit Elementen traditioneller Folklore, noch immer. In diesem Jahr bringen die Fünf ihren dritten Sänger Fabian mit auf die Halde.

Escuela Grind Das ist eine Band, deren Musik man seinem kleinen Cousin vorspielen könne, damit er sich für Heavy Music interessiere, heißt es. „Die US-amerikanische Band importiert Grindcore und Powerviolence nach Neukirchen-Vluyn und plant, auch die trainiertesten Trommelfelle auf die Probe zu stellen“, so die Veranstalter des Open Air.

Harakiri for the sky machen eine kraftvolle Mischung aus Black Metal und atmosphärischem Post-Rock. „Als Pioniere der Post-Bewegung haben die Österreicher seit ihrer Gründung 2011 Fans und Kritiker mit vielschichtig arrangierten musikalischen Perlen auf fünf Studioalben überzeugt“, heißt es auf der Website des Dong Open Air.

In Extremo „Die sechs Mittelalter-Rocker zündeten 2017 nicht nur ein musikalisches Headliner-Feuerwerk, sondern feuerten als allererste Band auf dem Dong Open Air auch eine amtliche Menge an Pyros ab“, heißt es vom Dong Open Air. Die Berliner Band zählt seitdem zur „Speerspitze der deutschen Rockmusik“. In diesem Jahr touren sie unter dem Titel „Carpe Noctem – Burgentour 2024“ durch mittelalterliche Burgen und Schlösser dieses Landes.

Nanowar of Steel Die Band zieht seit gut 20 Jahren Metal und andere Genres durch den Kakao und macht dabei keinen Halt vor Szenegrößen wie Alestorm, Sabaton oder Take That. „2022 startete die durchgeknallte Truppe um Frontmann Potowotominimak auf der Halde eine fette Party, dieses Jahr legen ‚Nanowar of Steel‘ noch eine Schippe drauf“, heißt es auf der Website des Dong Open Air.

Nephylim Die niederländischen Wacken Metal Battle Gewinner machen Musik für all diejenigen, die sich im nordischen Melodic Death Metal heimisch fühlen. Ihr Debütalbum, das 2020 erschienen ist, heißt „Severance of Serenity“.

Neurotic Machinery „Wer auf tschechischen Death-Metal steht, ist bei der Todesblei-Combo Neurotic Machinery genau an der richtigen Adresse“, heißt es. Die Band wurde 2006 in der Bierregion Pilsen gegründet. Seitdem hat die Band sechs Alben veröffentlicht. Ihr Stil ist, Elemente des Death- und Post-Metal mit Post-Rocks zu verknüpfen.

Scarnival Die fünf Männer kommen aus Hannover und machen Melodic-Death-Metal. „Scarnival“ bohrt in seinen Texten „den Finger in die Wunden der modernen Gesellschaft“, heißt es, da sie „ballernden, modernen Melo-Death mit traditionellen ‚auf die Fresse‘-Riffs und sozialkritischen Themen“ kombinieren.

Steelpreacher Die Band aus Koblenz ist eine Heavy Metal Band und für ihre biernassen Live-Auftritte berühmt. „Die scharfen Riffs, treibenden Vocals und energiegeladenen Drums erinnern an Ikonen der 1980-er-Jahre wie AC/DC, Accept und Saxon“, heißt es auf der Website des Dong Open Air.

Subterranean Masquerade Die Band aus Israel spielt Progressive Oriental Psychedelic Metal. Das heißt, dass sich Elemente aus dem Death und dem Symphonic Metal mit klassischen Streichinstrumenten und orientalischen Teilen mischen. So entsteht ein gekonntes musikalisches Crossover.

The Night Eternal Die fünf Band-Mitglieder stammen aus Essen und spielen Heavy-Metal-Musik. Sie haben sich bereits auf der ein oder anderen Großveranstaltung bewiesen. Im Juli 2023 veröffentlichte die Band ihr zweites Album „Fatale“.

The Night Flight Orchestra Die schwedische Band, die vor fast einem Jahrzehnt aus einer Idee von Freunden mehrerer bekannter Rock-/Metal-Bands entstand, sorgt seither für Aufsehen. Mittlerweile sind sie eine Institution für Classic Rock und Adult Oriented Rock. Mit Hits wie „Domino“, „Lovers In The Rain“ oder „West Ruth Ave“ schafft es die Band, auf jedem Album eine Vielzahl von Stimmungen und Emotionen zu erzeugen.

Vulture Industries Die Norweger spielen progressiven Metal mit Prisen aus Gothic, Avantgarde, Doom und Industrial Metal. Beim Dong Open Air bringen sie ihr Album mit, das 2023 veröffentlicht wurde.

Wucan „Die Sound-Landkarte von Wucan ist energiegeladen: Hard Rock, Acid Folk, Psychedelic Rock und Blues-Elemente verbinden sich zu einer elektrisierenden Mischung. Die Band selbst bezeichnet ihren Stil als Heavy Flute Rock, inspiriert vom Sound der 1970-er- und 1980-er-Jahre“, heißt es auf der Website des Dong Open Air. Die vier Bandmitglieder haben bisher mit jeder Veröffentlichung neue progressive Wege eingeschlagen.

(lst)
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