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Dirk Wischnewski öffnet die Landschänke zur Grenze

Neues Konzept unter Corona-Bedingungen : Landschänke zur Grenze öffnet zu Pfingsten den Biergarten

Dirk Wischnewski hat den Biergarten der Landschänke zur Grenze in Eyll geöffnet. Der Gastronom startet in Corona-Zeiten durch. Neben Getränken serviert er den Gästen Grillspezialitäten.

Der Biergarten der Landschänke zur Grenze liegt nachmittags in der Sonne und lädt zum Bier und Gegrilltem ein. Zu Christi Himmelfahrt startete der Gastronom Dirk Wischnewski in die Freiluftsaison unter Corona-Auflagen. „Die Resonanz der Gäste war sehr positiv“, sagt der 46-Jährige. „Die Menschen wollen wieder in ihre Normalität zurück. Dazu gehört eben auch der Besuch eines Biergartens.“

Über den „Buschfunk“ hatte der Homberger von der Landschänke zur Grenze gehört. Die 150-jährige Tradition des Hauses beendete Ernst Deselaers zum Jahreswechsel. In Gesprächen entwickelten sie ein Konzept für die Sommerzeit unter Corona-Bedingungen. „Ich bewirtschafte den Biergarten und biete Gästen neben Getränken Grillspezialitäten“, so der gelernte Koch. Ähnlich wie in der Gründerszene fährt er einen so genannten „Pop-up-Verkauf“, ein kurzfristiges wie provisorisches Geschäft laut Definition, das er als Vereinbarung mit dem Eigentümer Deselaers geschlossen hat.

Gerade zu Corona-Zeiten mit ständig neuen Lockerungen eine Herausforderung, die besonders in der Gastronomie zu hohen bürokratischen Auflagen führt. Dazu zählen die Dokumentation von Gastkontakten, Hygienemaßnahmen, Abstands­haltung inklusive der reduzierten Sitzplätze. „Jeder Tag ist eine neue Gratwanderung. Wir wissen nicht, was auf uns zukommt. Die Kunst liegt darin, aus den Möglichkeiten etwas zu machen. Alternativen dazu gibt es für mich nicht. Die Branche erlebt einen kompletten Umbruch“, sagt Wischnewski. Er ist im ständigen Austausch mit dem Ordnungsamt über neue Maßnahmen des Landes, die beispielsweise die Anzahl der Gäste an einem Tisch vorgibt. „Ich hatte Anfragen einer Hochzeitsgesellschaft, die ich aufgrund der Regelungen absagen musste“, so Wischnewski.

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Neben Grillspezialitäten setzt er am Pfingstwochenende auf die kleine Karte mit saisonalem Spargel. „Für uns wäre es einfach toll, wenn unsere Gäste im Vorfeld reservieren“, sagt der 46-Jährige zur Logistik. Pläne hat er auch für die Zeit nach Corona. „Ich möchte die Stammgäste von Ernst Deselaers bewirten und einen neuen Kundenstamm aufbauen“, beschreibt er sein Vorhaben. Stammgäste fragten bereits nach der Rückkehr des beliebten Grenztopfes, mit dem Deselaers seine Gäste verwöhnte. „Wir wollen in der Wintersaison eine Speisekarte anbieten. Der Grenztopf ist dann eine Hommage an Ernst“, so Wischnewski, der den gewohnten Betrieb mit Gesellschaften im Haus, Veranstaltungen, Themenabenden und einer festen Crew aufnehmen will. „Ich weiß, dass ich in große Fußstapfen trete“, so Wischnesk, der sein Fach von der Pike auf gelernt und in Sterne-Häusern Erfahrungen gesammelt hat. Sogar in Luxushotels von Kuwait und in der Welt der Scheichs hat er gearbeitet. Als Kind des Ruhrpotts baute er vor wenigen Jahren ein Catering-Unternehmen unter dem Logo „heißes Eisen“ auf, ein Bereich, den ebenfalls die Corona-Zange stillgelegt hat.

Info Reservierungen nimmt Dirk Wischnewski unter Telefon 0172 7506193 entgegen. Öffnungszeiten mittwochs bis samstags, 15 bis 20 Uhr, sonntags 11 bis 20 Uhr, montags und dienstags geschlossen.