Die Volkshochschule in Neukirchen-Vluyn hat eine neue Leiterin

Wibke Friedrich leitet die Zweigstelle Neukirchen-Vluyn der Volkshochschule : Auf der anderen Seite der Bildung

Wibke Friedrich will die Volkshochschule und die Stadt enger miteinander verzahnen.

Ihr Englisch hat Wibke Friedrich schon einmal bei der Volkshochschule aufpoliert. „Da ging es mir vor allem um die Grammatik.“ Und Yoga und Pilates dienten als Entspannung; in Vhs-Kursform. „Pilates war da eher mein Favorit.“ Seit wenigen Wochen sitzt die 32-jährige Gesundheitspädagogin auf der anderen Seite des Fortbildungs-Schreibtisches. Wibke Friedrich ist die neue Leiterin der Zweigstelle Neukirchen-Vluyn in der Volkshochschule Krefeld.

Noch ist alles neu, frau steckt mitten in der Einarbeitungsphase. Ganz praktisch bedeutet das: drei Tage pro Arbeitswoche tourt sie per Bahn und Bus nach Neukirchen-Vluyn – in die ehemalige Diesterwegschule; die übrigen zwei Tage dienen dem intensiven Kennenlernen der Institution Volkshochschule in deren Krefelder Zentrale. „Kann gut sein, dass sich diese Arbeitsanteile nach meiner Startphase zugunsten von Neukirchen-Vluyn verschieben.“

Denn eins hat sich Friedrich fest vorgenommen: „Ich möchte die Stadt Neukirchen-Vluyn enger mit der Volkshochschule verzahnen – vor allem im Programm.“ Als Beispiel nennt sie die Stadtplanung, bei der Bürgermeister, Verwaltungsspitzen und Politiker in Vorträgen bei der Volkshochschule interessierten Bürgern Hintergründe erläutern könnten. Das wäre so eine erste, ganz praktische Idee, mit der die neue Vhs-Leiterin für Neukirchen-Vluyn derzeit ihre Vorstellungstour durch die Instanzen garniert. „Dabei bin ich sehr freundlich aufgenommen worden.“

Neben den neuen Akzenten im Vhs-Programm soll natürlich Bewährtes fortgesetzt – und wenn nötig – ausgebaut werden. Die Kochkurse sind jeweils immer ganz schnell ausgebucht. Und im Fitness- und Entspannungsbereich melden sich die Stammgäste am Ende des jeweiligen Semesters möglichst direkt für eine Fortsetzung an. „Da können wir uns in Neukirchen-Vluyn auf einen guten Stamm sehr erfahrener Dozentinnen und Dozenten verlassen.“

Die neue Ausstattung im Computerraum mit zehn modernen Netbook-Arbeitsplätzen samt Software und das neue Mobiliar für zahlreiche Unterrichtsräume sind – neben der neuen Zweigstellenleitung – ein deutliches Signal aus Krefeld: Die mehr als 1.000 Kursteilnehmer in Neukirchen-Vluyn sollen sich auch in Zukunft wohl fühlen.

Ist Volkshochschule nicht furchtbar 80er, alte Schule, gewissermaßen? Da verliert Wibke Friedrich kurzzeitig ihr einnehmendes Lachen und schüttelt energisch den Kopf: „Bei uns gibt es Bildung in hoher Qualität zu sehr günstigen Preisen – das merken die Teilnehmer.“ Gleichwohl dürfe natürlich auch eine Volkshochschule nicht stehen bleiben, sondern müsse sich immer wieder an den Bedürfnissen ihrer Kunden ausrichten. Über die Fachbereichs-Experten in Krefeld und eigene Recherchen werde sie Themen für neue Vhs-Angebote ausfindig machen und dann die dazu passenden Dozenten suchen.

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