Die richtige Adresse für Hochdruck: 25 Jahre Firma Indunorm in Neukirchen-Vluyn

Wirtschaft in Neukirchen-Vluyn : Die richtige Adresse für Hochdruck

Die Firma Indunorm feierte ihr 25-jähriges Bestehen in Neukirchen-Vluyn. Sie ist führender Anbieter für Hydraulikschläuche und -Armaturen. Autohersteller wie Audi, VW und Daimler-Benz greifen auf ihre Produkte zurück.

An Baggern und Planierraupen sind Indunorms Schlauch- und Rohrverbindungen genauso zu finden wie an Feuerwehrautos und Hebebühnen von Lastwagen. Auch bei Biegegeräten und Stanzen der großen Autohersteller in Deutschland sind Komponenten aus Neukirchen-Vluyn installiert, zum Beispiel bei VW, Audi oder Daimler-Benz. „Wir sind neben Deutschland in Belgien, Italien und Polen aktiv“, zählten Indunorm-Geschäftsführer Frank Schneider und Klaus Ochsel auf. Zum 25. Geburtstag blickten sie in die Zukunft: „Denkbar ist, in anderen europäischen Ländern in den Markt einzusteigen.“

Dabei ist die Indunorm Hydraulik GmbH ein Unternehmen, das mit dem Schwesterunternehmen HSR, der Hochdruck Schlauch- und Rohrverbindungen GmbH, zusammengehört, die beide Teil der Würth-Gruppe aus Künzelsau bei Stuttgart sind. Die HSR hat 60 Filialen in Deutschland und Belgien, Polen und Italien, in denen Mitarbeiter direkt vor Ort sind, um bei einem Bagger, einem Feuerwehrauto oder einem Biegegerät eine Komponente zu wechseln. Eine solche Komponente kann zum Beispiel ein Schlauch mit einer Kupplung auf der einen und einem Kugelhahn auf der anderen Seite sein.

„Aus Sicherheitsgründen sind die Komponenten alle sechs Jahre zu ersetzen“, erzählte Logistikleiter Gerrit Stapper, als er zum Geburtstag geladenen Gästen die Indunorm-Hallen an der Oderstraße zeigte. „Die Schläuche haben je nach Anwendungsbereich zwischen 70 und 800 Bar Druck auszuhalten. Wenn sie platzen würden, wäre das sehr gefährlich. Da die Komponenten zu tauschen sind, endet die Nachfrage nie, so lange die Hydraulik als Technologie zur Kraftübertragung Verwendung findet.“

Während die HSR für die Instandhaltung, Wartung und Reparatur vor Ort in den Filialen zuständig ist, liefern die 110 Mitarbeiter der Indunorm die Komponenten. Sie stellt Verbindungssysteme zur Verfügung, deren Komponenten sie zukauft, nachdem sie die eigene Qualitätssicherung bestanden haben. „Schläuche haben den vierfachen Druck auszuhalten“, berichtete Indunorm-Qualitätsmanagement-Leiter Oliver Klever beim Gang durch die Qualitätssicherung. Für die Einhaltung der Sicherheit ist er zuständig. In einem Berstdruck-Prüfstand befestigte er vor den Gästen einen Schlauch, schloss einen Deckel und erhöhte langsam den Druck. Kurz ließ er die Maschine bei 1540 Bar stehen, die für den Schlauch für 385 Bar auszuhalten sind. Dann erhöhte er schrittweise auf 1790 Bar, bis der Schlauch an einer Stelle platzte.

Im Tagesschnitt verlassen jeden Tag sieben Tonnen Komponenten die Hallen an der Oderstraße, um bei den Kunden, wie HSR, für eine sichere Hydraulik-Verbindung zu sorgen.

„Bei 99,8 Prozent der Auslieferungen ist alles richtig“, berichtete Gerrit Stapper. „Nur bei zwei von Tausend liegt ein Auslieferungsfehler vor. Das kann zum Beispiel eine vertauschte Adresse sein. Vertriebsmitarbeiter wollen mir diese geringe Fehlerquote kaum glauben.“