Neukirchen-Vluyn: Die Ratsfraktion FDP/Piraten ist geplatzt

Neukirchen-Vluyn: Die Ratsfraktion FDP/Piraten ist geplatzt

Ab heute gehen die Mitglieder wieder getrennte Wege. Der Frust hatte sich längere Zeit aufgebaut.

Kurz und bündig haben die Piraten in Neukirchen-Vluyn gestern mitgeteilt, dass die gemeinsame Fraktion mit der FDP im Rat ab dem 1. März Vergangenheit ist.

Foto: Dieker Klaus

"Die Zusammenarbeit mit der FDP hat ihre Grenzen erreicht. Wir möchten die drei letzten Ratsjahre für die politische Arbeit nutzen und unserem Wählerauftrag nachkommen", erklärt Pirat Jochen Lobnig in dieser Mitteilung. Für die bisherige Zusammenarbeit bedanke man sich und wünschen den Kollegen von der FDP "viel Erfolg für die Zukunft".

Auf Nachfrage unserer Zeitung äußerte sich Jochen Lobnig etwas detaillierter über die Gründe der Trennung: "Die Art und Weise, wie die Fraktion geführt wurde" habe den Piraten-Vertretern zunehmend nicht mehr gepasst. "Unter anderem gab es Probleme beim Informationsfluss", sagt Lobnig "Wir arbeiten für unsere politischen Überzeugungen und sind der Auffassung, dass wir sie außerhalb der gemeinsamen Fraktion besser vertreten können."

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Norbert Gebuhr (FDP), der Sprecher der bisherigen Fraktion, erklärt, dass sich die Risse bereits beim Ortsparteitreffen am vergangenen Samstag gezeigt hätten. "Ich habe in einer Rede darauf hingewiesen, wo es meiner Meinung nach in der Fraktion hakt." Und zwar hakte es laut Gebuhr vor allem daran, dass gewisse Personen Absprachen verletzt und sich zunehmend in den Vordergrund gespielt hätten, eine Situation die sich vor allem in den vergangenen Monaten deutlich verschärft habe.

Norbert Gebuhr zieht das folgende Fazit: "Es war nicht immer einfach, aber wir haben bislang immer einen Weg gefunden." Doch nun sei leider ein Punkt erreicht worden, an dem es nicht mehr weiter gegangen sei.

Die Liberalen und die Vertreter der Piratenpartei hatten sich nach der vergangenen Kommunalwahl zusammengetan, um als eine Fraktion gemeinschaft mehr Möglichkeiten in der Ratsarbeit zu haben. Das betrifft vor allem die Möglichkeit, Anträge zur Tagesordnung zu stellen.

(s-g)