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Die Feuerwehr Neukirchen nahm ihr neues Gerätehaus feierlich in Betrieb.

Löschgruppe Neukirchen nimmt das neue Gerätehaus feierlich in Betrieb : In einem Zug ins neue Gerätehaus

Löschzug Neukirchen zelebriert das neue Gerätehaus mit einem Marsch durchs Dorf, Fisternölleken inklusive.

Vor dem Umzug kommt der Umzug: Bei einsetzender Dunkelheit rücken die Aktiven vom Löschzug Neukirchen aus. Die Kameraden aus Legden sind mit von der Partie, Kameraden der anderen Löschzüge, Freunde und Familienangehörige, als sich rund 100 Personen in Bewegung setzen. Marschmusik erklingt über den Verstärker, die Pechfackeln leuchten den Weg aus. Vorweg rollt der Fahrzeugpark, angeführt vom „neuen Fritz“, sprich dem Bezirksbeamten Jörg Hackstein.

Mit dabei das alte Löschfahrzeug TLF16, Baujahr 1965, das bis 1983 in Neukirchen im Einsatz war. Achim Teschke, Leiter der Ehrenabteilung, hat das Kommando, als der Zug von der Mozartstraße auf die Hochstraße einbiegt. „Abteilung Halt, links um. Zur Marschpause nach hinten wegtreten“, so seine Ansage. In Höhe des Missionshofes haben sich die Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins Neukirchen positioniert, um eine geistige Stärkung anzubieten. Dörfliche Verbundenheit ist spürbar.

„Fisternölleken“, sprich ein Schnäpschen mit Rosine und Zuckerklümpchen, für den Weg zurück an die Lindenstraße 47 werden verteilt. Der Schulterschluss mit der Neukirchener Dorfgemeinschaft hat nicht bloß symbolischen Wert und endet mit einem kräftigen „Gut Wehr“. Mittlerweile liegt Dunkelheit über der Neukirchener Feuerwehrwache, als der Tross dort aufmarschiert. Eine perfekte Kulisse für den nächsten Schritt, der eine punktgenau geplante Choreografie des Umzuges verrät. Kamerad Teschke parkt das altgediente TLF16 rückwärts in die beleuchtete alte Halle ein. Die Tore schließen sich, das Licht geht aus. Endgültig. Stille.

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Im LED-Licht erstrahlt das neue Gerätehaus mit sechs Stellplätzen. Gänsehautfeeling. Feuerwerkraketen schießen in Fontänen hoch. Die neue Ära am Standort Neukirchen beginnt für die Ehrenamtler. „Antreten zum Umzug ins neue Gerätehaus“, so das Kommando von Klaus Kutsch, Chef der Neukirchener Einheit. Erstmals belegen die Kameraden mit ihren Klamotten die Schwarzspinde.

Ein Umzug bedeutet auch Abschied, wie in den Reihen der Ehrenabteilung zu hören ist. „Nicht so einfach. Aber bei der Eröffnung muss man dabei sein“, gesteht Heinz-Dieter Peun. Seit 1990 Mitglied der Ehrenabteilung und stolze 48 Dienstjahre im Ehrenamt hat er im Gepäck. „Mir gefällt das neue Gebäude gut. Vor allem haben die Kameraden Platz. Ein bisschen wehmütig ist mir schon, denn wir haben im alten Gerätehaus viel selbst gemacht. Da hängen viele Erinnerungen dran. Die Kameradschaft wurde gepflegt“, so Peter Henseler von der Ehrenabteilung.

Dass beim Neubau die Familien und der Freundeskreis der Feuerwehrleute dicht dran waren, erzählen Denise und Steffi. „Wir waren von Anfang an dabei, haben uns gefreut und mitgefiebert. So etwas erleben wir nicht noch einmal.“ Bevor sich dann endgültig die Partystimmung breit macht, setzen Klaus Kutsch und Lutz Reimann, Leiter der Feuerwehr, den Schlusspunkt im Umzug und erinnern an das Abenteuer Neubau. Dankesworte an die Mannschaft, an den Architekten Markus Kasuch, den Generalunternehmernehmer Rosek und Pesch, vertreten durch den engagierten Projektleiter Peter Hönscheid, folgen. Seit Samstag ist das Jahr der Einschränkungen für die Neukirchener Feuerwehrcrew endgültig vorbei.