Neukirchen-Vluyn: Die erste Band zum Dong Open Air ist da

Neukirchen-Vluyn: Die erste Band zum Dong Open Air ist da

Zum 17. Mal steigt ab morgen das Metal-Festival Dong Open Air auf der Halde Norddeutschland. Die Veranstalter erwarten für die dreitägige Veranstaltung 2500 Besucher. Das wäre ein neuer Rekord.

Stephan Liehr hat einen Sonnenbrand. Doch das stört den Chef-Organisator des Dong-Open-Air-Festivals nicht. "Ein Sonnenbrand ist immer ein gutes Zeichen", sagt der Wahl-Hamburger, der zum 17. Mal das traditionsreiche Metal-Festival auf dem Gipfel der Halde Norddeutschland veranstaltet. Morgen Nachmittag geht es um 13.15 Uhr los. Und bis zum Samstagabend, wenn um 22.30 Uhr der Headliner des diesjährigen Festivals, In Extremo, mit einer gigantischen Bühnenshow den Schlusspunkt setzt.

Alles ist gerüstet, dass das 17. Dong Open Air nach Besucherzahlen das erfolgreichste aller Zeiten wird. Stand gestern waren noch 50 Festivalkarten zu haben. Liehr ist zuversichtlich, mit 2500 Besuchern den Rekord aus dem Jahr 2012 knacken zu können. Das Wetter sollte dabei mitspielen, sofern Zelte und Equipment nicht durch die für heute angekündigten Wolkenbrüche weggespült werden. Für die Tage danach ist aber gutes Festival-Wetter mit wenigen Schauern und Temperaturen knapp über 20 Grad angesagt.

Festival-Organisator Stephan Liehr (zweiter von rechts) mit Mitgliedern der mexikanischen Band War Kabinett. Foto: Jürgen Stock

Liehr ist stolz darauf, dass die von ihm ins Leben gerufene Veranstaltung inzwischen professionelle Standards erfüllt, ohne dass der familiäre Charakter dabei verloren ginge. 150 ehrenamtliche Kräfte, viele davon seit Jahren dabei, unterstützen das vierköpfige Organisationsteam auf der Halde. Insgesamt 28 Bands aus 15 Ländern sind auf der großen Bühne zu sehen und zu hören. Erstmals dürfen sich auf einer separaten Spielstätte auch Nachwuchsbands präsentieren und unentgeltlich ihre eigenen Merchandising-Artikel unters Volk bringen. Nachwuchsförderung ist immer noch ein Markenzeichen für das Halden-Fest.

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"Für uns ist es eine große Sache, gemeinsam mit großen Namen wie In Extremo auf der Bühne zu stehen", sagt Dante Diaz, Sänger der Band War Kabinett, die in Mexico City beheimatet ist. Das Quintett ist nur für seinen Act auf der Halde nach Deutschland gekommen. Sie sind zum zweiten Mal dabei. Dante erinnert sich noch gut an seinen ersten Auftritt vor zwei Jahren. "Da war ein Mann mit einer mexikanischen Fahne vor der Bühne, der jeden unserer Songs auswendig mitsingen konnte. Nachdem Konzert sollten wir dann unsere Namen auf die Fahne schreiben. Da stand nur ein einziges Autogramm. Das des Fußballstars Chicharito." Auch in diesem Jahr durften die Mexikaner wieder Autogramme geben. Bürgermeister Harald Lenßen brachte das Gästebuch der Stadt mit. Jetzt steht Dante zwar nicht mit Chicharito in einem Buch, aber immerhin mit Angela Merkel.

Und weil kein Metal-Konzert ohne eine gepflegte Gerstenkaltschale auskommt, hat Liehr bei der Hamburger Ratsherren-Brauerei ein eigenes Festivalbier brauen lassen. Name: Hopfenbomber.

(RP)
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