Die Bürgermeister-Kandidaten: Zwei Ur-Rheurdter treten an.

Die Bürgermeister-Kandidaten : Analyse: Zwei Ur-Rheurdter treten an

Dirk Ketelaers (SPD) und Robert Peerenboom (CDU) müssen Erwartungen erfüllen.

Dirk Ketelaers (SPD) tritt an gegen Robert Peerenboom (CDU) – zwei Ur-Rheurdter werden in den kommenden zwölf Monaten miteinander um das Amt des Bürgermeisters ringen. Am Abend der Kommunalwahl, am 13. September 2020, kann nur einer von ihnen gewinnen. Eine Stichwahl gibt es nicht. Der Amtsinhaber Klaus Kleinenkuhnen möchte sich 2020 in den Ruhestand verabschieden – um selbigen zu genießen.

Beide Kandidaten haben eine gehörige Portion Erwartungen zu schultern. Die SPD sieht gute Chancen, nach langen Jahren, endlich einmal selbst das Gemeindeoberhaupt zu stellen. Versehen mit diesem Auftrag ist der durch seine Tätigkeit bei der Arbeiterwohlfahrt gut vernetzte Dirk Ketelaers auf den Weg geschickt worden.

Dirk Ketelaers wurde von der Rheurdter SPD ins Rennen geschickt. Foto: Dirk Neubauer

Robert Peerenboom hat seine Mission am Präsentationsabend selbst formuliert. Er soll nicht nur der christdemokratische Nachfolger des auf dem CDU-Ticket reisenden, parteilosen Klaus Kleinenkuhnen werden, sondern den Rats-Kandidaten die konservative, die „Bürgermeister-Mehrheit“, zurückerobern. Die war 2014 inmitten der Diskussionen um Schulstandorte verloren gegangen.

Die SPD hat in den zurückliegenden Jahren gut mit den Grünen und der FDP zusammengearbeitet. Und den CDU-Durchmarsch aus alter Zeit gestoppt. In die Wahl des Bürgermeister-Kandidaten waren die Grünen und die Gelben von den Roten allerdings nicht eingebunden worden. Was die Partner verärgert haben dürfte.

Prompt tauchte der Rheurdter Vorstandssprecher der Grünen, Frank Hoffmann, bei der Kandidatenkür der CDU im Saal von Winters-Gilbers auf, schmunzelte freundlich und genoss seine Apfelschorle. Er habe schon oft gute Gespräche geführt - mit Robert Peerenboom, sagte Hoffmann – will das allerdings nicht als Flirt mit den Konservativen verstanden wissen: „Vor allem zum Klima hatte Robert Peerenboom wenig zu sagen.“ Dies gelte nach seinem Wissen allerdings auch für Dirk Ketelaers. Die starken Grünen und eine AFD, die es bei der Europawahl in Rheurdt auf 8,3 Prozent der Stimmen brachte werden eines verhindern: Alleingänge.

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