Der TC Schaephuysen feiert im Jubiläumsjahr Erfolge.

Rheurdt: Spiel, Satz und Aufstieg: Die sieben Erfolge des TC Schaephuysen

Im Jahr des 40-jährigen Jubiläums spielen die rund 250 Mitglieder beeindruckend auf. Ein Geheimnis des Erfolges: der große Zusammenhalt der Sportler.

Natürlich ist der erste Vorsitzende Dr. Thomas Meise stolz auf seine Teams. Denn solch ein erfolgreiches Jahr können nicht viele Tennisclubs vorweisen. Sieben Mannschaften des TC Schaephuysen schafften im Jubiläumsjahr des Vereins den Aufstieg in die jeweils nächsthöhere Klasse. Die Spannbreite reicht von den Jugendmannschaften bis hin zu dem Seniorenteam der Altersklasse 70.

Wenn das mal kein guter Aufschlag ist für die Feier zum 40-jährigen Bestehen. Der „Italienische Abend“ ist für den 1. September geplant. Über einen Zaubertrank verfüge der TC Schaephuysen nicht, sagt Meise. Wenn es eine Geschichte hinter der geballten Tenniskraft aus Rheurdt gibt, dann ist es die permanente und mit allem Herzblut betriebene Pflege des Vereinslebens. „Und das ist nicht Sache des Vorsitzenden allein“, weiß Meise. Die Vorstandskollegen, die Trainer, die Jugendbetreuer – alle wüssten, dass ein Tennisverein nur gut dasteht, wenn das komplette Paket stimmt und permanent für eine Schnupperphase auf den sieben Ascheplätzen geworben wird. „Die Mund-zu-Mund-Propaganda macht einen Großteil unserer Mitgliederwerbung aus“, berichtet Meise.

Während anderswo Tennisclubs über Nachwuchsmangel klagen und ihr Vereinsleben einschränken müssen, brummt es auf den Courts des TC Schaephuysen. Rund 250 Mitglieder gehören dazu. Die Jahresmitgliedschaft für einen Erwachsenen koste rund 230 Euro, Familien erhalten anteilig eine Ermäßigung, Kinder sind kostenlos inbegriffen. Wer noch nicht weiß, ob der weiße Sport etwas für ihn ist, kann drei Monate kostenlos hineinschnuppern.

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„Und dabei ist die Terrasse ganz wichtig“, hat Meise in den zurückliegenden Jahren gelernt. Viele Mitglieder des TC Schaephuysen bleiben nach einer Runde auf dem Platz gerne noch auf ein Gespräch und ein Kaltgetränk – und schauen den anderen beim Training zu. Für die Renovierung von Clubhaus, Umkleiden und Gastronomie gaben alle Mitglieder eine Sondereinlage. Nun sind Räume, Umkleiden, Sanitäreinrichtungen, Mobiliar und Elektrik auf dem neusten Stand. Warum also in die Ferne schweifen, wenn der Abend so gemütlich beim TC ausklingen kann?

Zudem lege der Vorstand einen großen Wert darauf, dass sich alle Mitglieder untereinander kennen. Egal aus welcher Altersklasse sie kommen, beim Pfingstturnier müssen sich Jung und Alt zu generationsmäßig gemischten Doppeln zusammenfinden. Dass jetzt Angelique Kerber ihr Wimbledon-Finale gewonnen hat, „gibt unserem Sport vielleicht einen kurzen Schub“, schätzt Meise. Einen Tennisboom wie zu Zeiten von Boris Becker und Steffi Graf sieht er deshalb noch nicht ausbrechen. „Umso mehr müssen wir uns auf unsere konsequente Vereinsarbeit verlassen.“

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